Schoggifabrikant Läderach von Ransomware-Attacke beeinträchtigt

6. September 2022 um 14:32
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Foto: Läderach

Die Produktion, Logistik und Administration des Chocolatiers sollen vom Cyberangriff betroffen sein. Der Verkauf in den Filialen funktioniert noch.

Beim Glarner Schokoladeproduzenten Läderach wurde am Morgen des 5. September ein Cyberangriff mit Ransomware festgestellt. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Angriffs sei ein Emergency-Board eingesetzt worden, das den Vorfall verifiziert hat und über weitere Massnahmen entscheidet, schreibt der Chocolatier in einer Mitteilung.
Weiter heisst es dort, dass insbesondere die Produktion, die Logistik und die Administration vom Vorfall betroffen seien. Auf Nachfrage teilte das Unternehmen mit, dass in der Produktion mit Ausnahme eines ausgefallenen Teilbereichs wieder normal gearbeitet werden kann. Dank eines Workarounds blieben sämtliche Verkaufsstellen im In- und Ausland geöffnet, obwohl das Kassensystem beeinträchtigt war. Online-Bestellungen seien weiterhin möglich, aufgrund eines Ausfalls des Lagersystems könne es aber zu Verzögerungen bei der Verarbeitung kommen, steht auf der Website des Unternehmens.
Ob Daten abgeflossen seien, müsse zuerst analysiert werden, schreibt der Schokoladenproduzent auf Anfrage von inside-it.ch. Experten würden derzeit die IT-Systemlandschaft prüfen und wo nötig bereinigen, heisst es weiter. Die gesamten Auswirkungen seien aktuell noch Gegenstand von Untersuchungen. Als Vorsichtsmassnahmen sei der Gebrauch interner Arbeitsmittel und Kommunikationskanäle auf ein notwendiges Minimum reduziert worden. Zudem seien das NCSC und alle anderen notwendigen Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden über den Vorfall informiert worden.

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