Schweizer Cyberstrategie zeigt Fortschritte

21. Mai 2026 um 12:49
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Foto: JESHOOTS.COM / Unsplash

Schwerpunkte der Nationalen Cyberstrategie waren 2025 die Förderung von Fachkräften, die Stärkung der Resilienz kritischer Infrastrukturen sowie internationale Initiativen im Bereich Cybersicherheit.

Der Bundesrat wurde über den jüngsten Umsetzungsbericht der Nationalen Cyberstrategie (NCS) informiert. Dieser dokumentiert die Arbeiten im Jahr 2025 und zeigt laut Bund Fortschritte in allen fünf strategischen Handlungsfeldern der Strategie. Dazu zählen unter anderem die Selbstbefähigung der Bevölkerung, der Schutz kritischer Infrastrukturen sowie die Stärkung internationaler Zusammenarbeit. Der Bericht wurde vom Steuerungsausschuss der Nationalen Cyberstrategie (StA NCS) gemeinsam mit dem Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) erarbeitet.
Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auf dem Einsatz und der Regulierung von Künstlicher Intelligenz im Bereich der Cybersicherheit. Laut Bericht beeinflusst KI sowohl die Bedrohungslage als auch die Verteidigungsfähigkeiten. Im Jahr 2025 wurden daher entsprechende Forschungs- und Entwicklungsprojekte gestartet sowie Sensibilisierungsmassnahmen zum möglichen Missbrauch von KI verstärkt. Mit der Ratifizierung der KI-Konvention des Europarats hat der Bundesrat zudem regulatorische Grundlagen geschaffen.

Förderung von Nachwuchs und Innovation

Ein wesentlicher Teil der Massnahmen konzentrierte sich 2025 gemäss Bericht auf den Aufbau und die Förderung von Fachkompetenzen im Bereich Cybersicherheit. So habe beispielsweise der Cyber-Defence Campus von Armasuisse sein Fellowship-Programm zur Unterstützung von Nachwuchstalenten weitergeführt und mit der Cyber Startup Challenge auf die Förderung praxisnaher Lösungen gesetzt.
Im Bildungsbereich wurden zudem Programme zur Weiterbildung im Cyberbereich weitergeführt. Ein vom Bacs gemeinsam mit der internationalen Organisation First durchgeführtes Pilotprojekt zur Schulung von Fachpersonen im Gesundheitssektor zeigte laut Bericht einen hohen Bedarf an praxisnahen Trainings, insbesondere im Umgang mit Ransomware.

Ausbau der Sensibilisierung und Resilienz

Auch Massnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung wurden weiterentwickelt. Die nationale Kampagne "S-U-P-E-R" etwa wurde mit einem neuen Ansatz und verstärkter Präsenz in digitalen und analogen Kanälen fortgeführt. Ergänzend wurden spezifische Angebote für Gemeinden bereitgestellt, darunter ein Notfallkonzept zur Verbesserung der Reaktionsfähigkeit bei Cybervorfällen.
Im Bereich der kritischen Infrastrukturen wurden laut Bericht mehrere sektorale Cyber Security Centres weiter ausgebaut oder neu geschaffen, die die sektorale Resilienz stärken sollen. Dazu zählen unter anderem Strukturen im Bahn-, Gesundheits- und Finanzsektor.
Auch sollen regelmässige Lagebesprechungen des Bacs mit durchschnittlich rund 400 Fachpersonen aus kritischen Branchen sowie tägliche Informationsaustausche zwischen Cyberabwehrstellen die Früherkennung von Bedrohungen verbessern. Der Cyber Security Hub diene dabei als zentrale Plattform für den Austausch zwischen Behörden und kritischen Infrastrukturen. Ende 2025 waren dort über 1600 Organisationen und rund 6000 Nutzerinnen und Nutzer angeschlossen.

Internationale Zusammenarbeit und Krisenfähigkeit

Auch international habe die Schweiz ihre Rolle im Cyberbereich ausgebaut. Mit Veranstaltungen wie der Geneva Cyber Week und der Global Conference on Cyber Capacity Building stärkte sie ihre Position als Standort für internationale Diskussionen zur digitalen Sicherheit. Zudem engagiere sich die Schweiz weiterhin in multilateralen Prozessen wie der Open-ended Working Group der UNO sowie in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Im Bereich Krisenbewältigung wurden laut Bericht nationale und internationale Cyberübungen weitergeführt. Die Integrierte Übung 2025 (IU25) sowie Beteiligungen an internationalen Szenarien wie "Locked Shields" dienten dazu, die Reaktionsfähigkeit bei Cyberangriffen zu testen und weiterzuentwickeln. Parallel dazu wurden neue Kooperationsstrukturen zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Behörden geschaffen, um im Ernstfall schneller auf Expertise zugreifen zu können.

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