Schweizer Datenschützer leitet Vorabklärung wegen Concevis-Hack ein

16. November 2023 um 10:34
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Foto: Christian Lue / Unsplash

Es lägen erste Hinweise zu einem möglichen Verstoss gegen Datenschutzvorschriften vor, heisst es vom Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten.

Nach dem erneuten Ransomware-Angriff auf einen IT-Dienstleister der Bundesverwaltung hat der Eidgenössische Datenschutz­beauftragte eine Vorabklärung eingeleitet. Der angegriffene Software-Anbieter Concevis hatte bereits bei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt Strafanzeige erstattet.
Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) habe am Montag eine Vorabklärung wegen Hinweisen auf mögliche Verstösse gegen die Datenschutzvorschriften eingeleitet, hiess es am Mittwoch auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA.'

Gibt es eine formelle Untersuchung?

Dem Edöb lägen erste Hinweise auf einen möglichen Verstoss vor. Nun werde geprüft, ob die Voraussetzungen für eine formelle Untersuchung gegeben seien.
Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) hatte am Dienstag über den Datendiebstahl informiert. Es gehe nach derzeitigen Erkenntnissen um ältere operative Daten, die beim externen Dienstleistern des Bundes lagen, hiess es. Dass Systeme des Bundes selbst gehackt worden seien, halte man derzeit für unwahrscheinlich. Dafür gebe es keine Hinweise.
Die Vorgänge erinnern an den Fall Xplain vom letzten Frühling, als hoch­sensible Daten des Bundes im Darkweb auftauchten. Damals startete der Edöb nach Abklärungen eine Untersuchung gegen mehrere Bundesämter sowie die betroffene Firma.

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