Verity hat eine Series-B-Finanzierungsrunde mit 32 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Finanzierung wurde von AP Moller Holding unter Beteiligung von Exor Ventures sowie bestehenden und neuen Investoren geführt. Insgesamt sammelte Verity bereits über 60 Millionen Dollar. Mit dem frischen Geld will das Zürcher Startup den Betrieb skalieren, heisst es in einer Mitteilung.
Das Jungunternehmen wurde 2014 von Raffaello D'Andrea gegründet. Das Drohnensystem ist eigenen Angaben zufolge bereits an 30 Standorten in 13 Ländern installiert. Die Drohnen können Waren in Logistiklagern automatisch scannen. Zu den Kunden des ETH-Spinoffs gehören unter anderem DSV, Ingka, Maersk und Samsung SDS, schreibt das Startup.
Auch Ikea implementierte die Technologie im Jahr 2021: Der Konzern verwende etwa 100 Drohnen an den 16 Niederlassungen in Belgien, Kroatien, der Slowakei, Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Schweiz. "Wir investieren auf ganzer Linie in Technologie, damit unsere Filialen die Kundenzufriedenheit besser unterstützen und zu wahren Zentren für den Omnichannel-Einzelhandel werden können", sagt Tolga Öncu von der niederländischen Ikea-Holdinggesellschaft Ingka. "Die Einführung von Drohnen und anderen fortschrittlichen Werkzeugen – wie beispielsweise Robotern zum Aufnehmen von Waren – ist ein Win-Win."
Verity zählte 2018 zu den Top 100 Schweizer Startups und wurde 2020 und 2021 als TOP 100 Scale-Up ausgezeichnet. Vor der Gründung von Verity war der CEO Raffaello D'Andrea auch Mitgründer des Robotik-Startups Kiva Systems. Das Unternehmen wurde 2012 von Amazon für 775 Millionen Dollar übernommen und ist zur Grundlage von Amazon Robotics geworden.