Keine grossen Änderungen bei OpenAIs GPT 5.5

24. April 2026 um 14:06
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Illustration: Dima Solomin / Unsplash

Bei dem neuen Modell von OpenAI wurde hauptsächlich an der Effizienz und Denkfähigkeit geschraubt. Die Firma stellt auch Cybersicherheit in den Fokus.

OpenAI lanciert sein neustes Modell, GPT 5.5. Dieses soll das Vorhaben der Nutzenden schneller verstehen und mehr Arbeit selbständig übernehmen können. Statt schrittweisen Prompting brauche es jetzt nur einen groben Aktionsplan und das Modell plane, benutze Tools und überprüfe die eigene Arbeit, um ein Projekt zu realisieren. Dieses treffe besonders auf Aufgaben zu, bei denen das Denken des Modells von Kontexten und Zeit abhängt, beispielsweise in Agentic Coding, Wissensarbeit und wissenschaftlicher Vorarbeit.
Informationen zu der Systemarchitektur von GPT 5.5 gibt es in der Produktmitteilung und auf der "System Card" kaum. Beschreiben wird beispielsweise die Anzahl Tokens, die das Modell generiert. Laut dem Artificial Intelligence Index, einer Benchmark der unabhängigen Plattform Artificial Analysis, gibt GPT 5.5 knapp 7,5 Millionen Token für die ganze Benchmark aus, während es bei GPT 5.4 rund 12 Millionen Tokens waren. Dabei schneidet das neue Modell auch besser im Index ab: Obwohl GPT 5.5 über dem Durchschnitt aller Modelle performe, stünden die Kosten mit 5 US-Dollar pro Million Tokens ebenfalls darüber, so Artificial Analysis.
Das Entwicklerteam des langjährigen OpenAI-Partners Nvidia konnte GPT 5.5 bereits seit einigen Wochen auf der Codex App testen, wie es auf dem Unternehmensblog heisst. Das Team spricht von 35-mal geringeren Kosten pro Million Token und gleichzeitig 50-mal höhere Token-Ausgaben pro Sekunde und Megawatt.
Mit dem neuen Modell stellt OpenAI Cybersicherheit in den Vordergrund. Gemäss Mitteilung wurde GPT 5.5 umfangreichen Tests durch Dritte unterzogen, darunter gezieltes Red-Teaming für Cyber- und Bio-Risiken. Hervorgehoben wird die iterative Weiterentwicklung der Cyber-Safeguards, die nun strengere Klassifizierer für potenzielle Cyber-Risiken einsetzen. Auch das Programm "Trusted Access for Cyber" wird ausgebaut: Verifizierte Cybersicherheitsforschende erhalten Zugang zu speziellen Modellvarianten mit weniger restriktiven Safeguards. So sollen sie zur Schwachstellenforschung und Sicherheitsprogrammierung beitragen können.
GPT 5.5 steht demnächst den zahlenden Nutzerinnen und Nutzer von Plus, Pro, Business, und Enterprise zur Verfügung. Das Modell wird in ChatGPT und Codex - die OpenAI-Variante von Claude Code - und künftig auch in der API ausgerollt.

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