Hilti baut auf Software und KI

8. Mai 2026 um 11:53
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Foto: Hilti

Der Industriekonzern sieht in der Digitalisierung einen Hebel für mehr Effizienz auf Baustellen. Softwarelösungen und KI von Hilti sollen helfen, die Produktivität zu steigern.

Der Werkzeughersteller Hilti sieht in der Digitalisierung den grössten Hebel für eine produktivere Baubranche. Viele Abläufe auf Baustellen liefen noch immer mit "Papier und Bleistift", sagte CEO Jahangir Doongaji im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'AWP'. Gerade deshalb sei das Potenzial für digitale Lösungen enorm.
Hilti wolle sich vom klassischen Werkzeuganbieter zunehmend zu einem Anbieter kompletter Lösungen mit Hardware, Dienstleistungen und Software entwickeln. Konkret setzt der Konzern auf Programme zur Geräteverwaltung oder zur besseren Kommunikation zwischen Baustelle und Büro. Bauunternehmen verlieren laut Doongaji oft viel Zeit mit der Suche nach Werkzeugen auf verschiedenen Baustellen. Digitale Systeme könnten diese Prozesse deutlich effizienter machen.
Das Softwaregeschäft wachse stark und habe zuletzt um rund 28% zugelegt. Bereits etwa 25'000 Kunden nutzten Hilti-Anwendungen. Langfristig solle Software neben dem traditionellen Werkzeuggeschäft und Dienstleistungen zum dritten Standbein des Unternehmens werden. Auch Künstliche Intelligenz spiele dabei eine zunehmend wichtige Rolle. Firmenintern liefen derzeit rund 70 KI-Projekte.
Der Liechtensteiner Industriekonzern mit Sitz in Schaan produziert vor allem Werkzeuge, Maschinen und Befestigungssysteme für die Bauindustrie. Er produziert aber auch Geräte, die einen Blick in Wände ermöglichen. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen mit über 34'000 Beschäftigten einen Umsatz von 6,3 Milliarden Franken.

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