Google Chrome installiert Gemini Nano, das On-Device-Modell von Google, lokal auf dem Computer. Eine vier Gigabyte schwere Datei weights.bin wird im Verzeichnis Optguideondevicemodel installiert. Den Fund kommunizierte der Datenschutzforscher Alexander Hanff auf einem Blogpost, wie diverse englisch- und deutschsprachige Medien berichten.
Gemini Nano ist ein KI-Modell von Google, das typischerweise auf Smartphones eingesetzt wird. Das Modell läuft direkt auf dem Gerät, ohne dass Daten an die Cloud gesendet werden müssen, heisst es auf dem Android-Entwicklerblog. Die Ausführung erfolgt über Androids Systemdienst AICore.
Die Installation erfolgt nur in dem Fall, wenn bestimmte KI-Funktionen im Browser aktiviert sind. Eine explizite Installationsbenachrichtigung gibt es aber nicht. Chrome lädt das Modell passend zur Hardware der Nutzenden herunter, heisst es in einem Beitrag auf dem Google-Entwicklerblog aus dem Jahr 2025. Bei einer manuellen Löschung des Modells installiert Chrome dieses beim Neustart wieder. Die Datei wird aber auch gelöscht, wenn das Gerät knapp an Ressourcen ist.
Ist das lokale Modell installiert, werden die KI-Anfragen nicht an die Cloud-Server von Google gesendet, schreibt das Magazin '
Android Authority'. Chrome-Managerin Parisa Tabriz sagt auf X zum Thema, dass Gemini Nano unter anderem Sicherheitsfunktionen und Entwickler-APIs auf Geräten antreibe.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, den automatischen Download zu stoppen. Beispielsweise über folgenden Pfad: "Einstellungen – System – On-Device-KI" im Browser. Alternativ können unter der URL chrome://flags diverse KI-Einstellungen deaktiviert werden. In Chrome Enterprise können Unternehmen über entsprechende Richtlinien steuern, ob lokale KI-Modelle automatisch heruntergeladen werden.