Deepl streicht ein Viertel der Stellen

8. Mai 2026 um 13:00
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Jarek Kutylowski. Foto: Deepl

Mehr KI, weniger Jobs, das gilt auch beim Kölner Sprachspezialisten.

Deepl war einer der europäischen KI-Vorreiter und aufgrund seines internationalen Erfolgs lange ein europäisches KI-Vorzeigeunternehmen. Nun streicht das auf Online-Übersetzung spezialisierte Kölner Unternehmen rund 250 Stellen, was etwa einem Viertel seiner jetzigen Belegschaft entspricht.
Man habe diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen, erklärt CEO Jarek Kutylowski in einem wortreichen Statement auf Linkedin. Vielmehr sei es die schwierigste Entscheidung gewesen, die er in seiner Karriere treffen musste. Schliesslich hätten die, die jetzt gehen müssen, dabei mitgeholfen, das Unternehmen zu dem zu machen, was es jetzt sei. Das werde er nicht vergessen.
Ob dieses Statement die Entlassenen trösten wird, sei dahingestellt. Welche Unternehmensbereiche konkret betroffen sind, hat Deepl bislang nicht kommuniziert.
Ökonomische Gründe für die Entlassungen nennt Kutylowski nicht. Vielmehr blendet er das Thema, dass man durch Stellenstreichungen Geld sparen wird, fast völlig aus. Stattdessen sagt er, es handle sich "um eine bewusste strukturelle Entscheidung darüber, wie Deepl arbeiten muss, um weltweit führend im Bereich der KI zu bleiben". Man wolle in Zukunft auf kleinere Teams setzen, in denen KI-Systeme Routineaufgaben übernehmen. Die Menschen sollten sich stattdessen darauf konzentrieren können, was nur Menschen leisten können. Diese Teams sollten einen klareren Fokus und klarere Aufgabengebiete haben als bisher und so bedeutsamere Beiträge leisten können.

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