Im Bereich IAM würden hiesige Firmen mit "Swissness" punkten, so eine ISG-Studie. Insbesondere Ergon, Nevis und United Security Providers seien Marktführer.
Eine Studie des Marktforschers ISG hat den Schweizer Cybersecurity-Markt unter anderem mit Fokus auf Identity & Access Management (IAM) untersucht. IAM sei aktuell und auch in Zukunft ein besonders wichtiges Thema, heisst es zur Studie. Ein wesentlicher Grund für die steigende Nachfrage nach IAM-Lösungen sei die zunehmende Digitalisierung aller Bereiche. Nicht nur Benutzer und Benutzerinnen und deren Identitäten seien zu schützen, sondern auch Maschinen und bestimmte Unternehmensbereiche.
Für den Anbietervergleich "ISG Provider Lens Cybersecurity – Solutions and Services Report for Switzerland" hat der Marktforscher das Portfolio und die Wettbewerbsstärke von 88 Schweizer und internationalen Dienstleistern sowie Produktanbietern untersucht, die auf dem Schweizer Markt tätig sind. Schweizer Anbieter könnten sich in diesem Markt relativ oft als IAM-Leader durchsetzen, so die Studie.
Bewertung der IAM-Anbieter im Schweizer Markt. Grafik: ISG
"Insbesondere im Bereich IAM fällt auf, dass eidgenössische Anbieter gegenüber der internationalen Konkurrenz zu punkten wissen", erklärt Frank Heuer, Lead Analyst Cybersecurity DACH bei ISG, in einer Mitteilung. Für diese Entwicklung gebe es 2 wichtige Gründe. Zum einen böte gerade das IAM-Segment hohe Wachstumschancen. Dies läge daran, dass die Zahl der zu sichernden Identitäten derzeit förmlich explodiere.
Zum anderen habe IAM immer auch einen direkten Bezug zu den Business-Anwendungen, da es den Zugang zu diesen Applikationen regle, so Heuer. "Aus Sicht der Unternehmenssicherheit stellt IAM damit ein hochsensibles Thema dar, bei dem ein Grossteil der Schweizer Anwenderunternehmen eher mit einheimischen Anbietern zusammenarbeiten will."
Viele Schweizer Anbieter hätten die hohe Sensibilität und die Marktchancen im IAM-Bereich frühzeitig erkannt. "Mit Ergon, Nevis und United Security Providers haben sich hier gleich 3 Schweizer Unternehmen in der Gruppe der Marktführer ('Leader') platzieren können", erklärt der Analyst Heuer. Als Leader ordnet ISG im jeweiligen Marktsegment Anbieter ein, die über "ein hoch attraktives Produkt- und Serviceangebot sowie eine ausgeprägt starke Markt- und Wettbewerbsposition verfügen".