Schweizer VC-Fonds sammelt 200 Millionen Dollar

27. August 2024 um 09:34
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Ein Teil des Teams von Redalpine. Foto: Redalpine

Redalpine investiert ziemlich erfolgreich in Startups aus den Bereichen Software und Wissenschaft. Das wiederum lockt mehr Risikokapital an.

Der Schweizer VC-Fonds Redalpine konnte über 200 Millionen Dollar ein­neh­men und damit seine grösste Finanzierungsrunde abschliessen, wie die Investitionsgesellschaft in einer Mitteilung schreibt. Mit dem Abschluss seiner siebten Finanzierungsrunde verwaltet der Fonds jetzt ein Gesamtvermögen von über 1 Milliarde Dollar. Mit dem Kapital sollen mehr Startups unterstützt und die Präsenz im Ausland ausgebaut werden.
Redalpine wurde 2006 in Zürich gegründet. Der Fonds investiert seit fast 20 Jahren in den Bereichen Software und Wissenschaft, von KI, Software, Biotech und Lebensmitteltechnologie bis hin zu Fintech, Gesundheitswesen und Energie. Die Investmentgesellschaft ist laut eigenen Angaben an über 100 Unternehmen beteiligt, darunter Aktiia, Lakera, Relai, Carvolution, Memo Therapeutics, N26, Klarna oder Taxfix.

Profitable Investitionen

Während es viele VC-Fonds – insbesondere die jüngeren unter ihnen – nicht schaffen würden, Geld an ihre Investoren zurückzuzahlen, sei der Schweizer Fonds mit seinen Investitionen ziemlich erfolgreich, wie 'Techcrunch' berichtet. So sagte Gründungspartner Michael Sidler gegenüber dem Tech-Magazin: "Wir haben kürzlich errechnet, dass die durchschnittliche Nettorendite aller unserer Fonds in den letzten zehn Jahren 24% pro Jahr betrug."
Da verwundert es nicht, dass viele Investoren auf diesen Zug aufspringen wollen. So sei das ursprüngliche Ziel von 200 Millionen Dollar trotz eines schwierigen Fundraising-Umfelds übertroffen worden, meldete der VC-Fonds. "Eine beträchtliche Anzahl bestehender Investoren hat ihr Engagement verdoppelt", heisst es zusätzlich. Zu den Geldgebern gehören Family Offices und institutionelle Investoren, darunter auch öffentliche Pensionsfonds, Dachfonds sowie nationale und internationale Banken.
Mit dem frischen Kapital werden "15 bis 20 Early-Stage-Unternehmen aus ganz Europa unterstützt". Dabei sind bereits erste Gelder in neun Startups geflossen. Darunter befinden sich Proxima Fusion aus Deutschland, Legalfly aus Belgien und Expression Edits aus Grossbritannien.

Neues Büro in London

Mit dem Abschluss der neusten Finanzierungsrunde baut der Risiko­kapital­fonds auch seine internationale Präsenz weiter aus. Ein Büro in London soll mehr als 10 britische Startups bei ihrer Arbeit unterstützen. "Diese Expansion ist ein bedeutender Schritt im Rahmen des Wachstums und des Engagements des Unternehmens in Europas lokalen Startup-Ökosystemen", schreibt die Investmentgesellschaft.
"London und Grossbritannien haben in den letzten Jahren sehr be­ein­druck­ende Fortschritte gemacht, insbesondere in den Bereichen Deeptech und KI. Diese Bereiche passen perfekt zu unserer Investitionsstrategie im Kontinuum von Software und Wissenschaft", sagte Sebastian Becker, General Partner bei Redalpine und Leiter des neuen Büros in London.

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