Das Zentrum SDS (Souveräne Digitale Schweiz) am Institut Public Sector Transformation der Berner Fachhochschule bekommt neben Matthias Stürmer einen neuen Co-Leiter. Jan Kerschgens übernimmt die Rolle von Pascal Stöckli ab September 2026, wie es in einer Mitteilung heisst. Stöckli habe das Zentrum SDS und das Netzwerk SDS
seit 2025 zusammen mit Stürmer aufgebaut. Nun verlasse er auf eigenen Wunsch per Ende August 2026 das Netzwerk.
In seiner neuen Rolle verantwortet Jan Kerschgens laut Mitteilung die Koordination der vier Workstreams, die Finanzierung und Weiterentwicklung des Zentrums sowie die Erarbeitung von Studien. Sein Fokus liege dabei auf Open Source AI, bei der Brücke zu offenen Schweizer KI-Modellen wie Apertus, sowie beim Ausbau des Netzwerks in der Romandie und in Genf, wo viele internationale Organisationen ansässig sind.
"Souveränität heisst nicht, alles selbst zu machen. Souveränität heisst, das Digitale, auf das wir angewiesen sind, verstehen, prüfen und weiterentwickeln zu können. Nicht autark, sondern kontrollierbar, und durch Kollaboration. Genau daran arbeiten wir im Zentrum SDS", lässt sich Jan Kerschgens in der Mitteilung zitieren.
Neue Partner im Zentrum
Das Zentrum SDS definiert sich als staatliches, interdisziplinäres Zentrum für technische, rechtliche, finanzielle und organisatorische Fragen zu digitaler Souveränität, Open Source und IT-Beschaffungen. Im Mai 2026 startete es vier Arbeitsgruppen (Workstreams) zu Open-Source-Finanzierungen, Opendesk, Open Cloud und Open Source AI. Diese erhalten mit Mozilla und Exoscale zwei neue Partner und wachsen damit auf insgesamt 39 Mitwirkende, wie es weiter heisst. Mozilla beteilige sich in Workstream 2 zu "Opendesk und Umsystemen", während sich Exoscale in Workstream 3 "Swiss Open Cloud Stack" sowie in Workstream 4 "Open Source AI" engagiere.
Anfang Juli 2026 zählte das Netzwerk SDS laut einer Mitteilung insgesamt 230 Unterstützer, davon 14 Akteure aus der öffentlichen Verwaltung, 18 Organisationen mit öffentlicher Trägerschaft, 20 Verbände und weitere Organisationen sowie 178 Firmen.