Security-Fachleute misstrauen KI – mehr oder weniger

15. Juli 2026 um 13:18
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Foto: Charlesdeluvio / Unsplash

KI kann die Effizienz erhöhen, aber manche fühlen mehr Stress als früher.

ISC2, eine weltweite Organisation für Cybersecurity-Fachleute, hat die Studie "Rethinking AI's Impact on Cybersecurity Roles" veröffentlicht. Die Studie zeige, so ISC2, dass Künstliche Intelligenz die Aufgaben, Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse in der Cybersecurity grundlegend verändere. Gleichzeitig nehme die Bedeutung menschlicher Urteilsfähigkeit, sorgfältiger Validierung und klarer Governance-Strukturen weiter zu.
Rund zwei Drittel der 856 für die Studie befragten Cybersecurity-Fachkräfte gaben an, im vergangenen Jahr mehr Zeit darauf verwendet zu haben, zu entscheiden, wann sie KI gestützten Empfehlungen vertrauen oder diese umsetzen können (65%). Fast genauso viele Befragte sagten, dass sie häufiger KI-Ergebnisse überprüfen und validieren mussten (63%).
Knapp die Hälfte der Befragten (48%) berichtete, dass der Einsatz von KI den arbeitsbedingten Stress reduziert habe. Gleichzeitig gaben aber fast ein Drittel (32%) an, dass ihre Belastung gestiegen sei.

Unterschiedliches Vertrauen

Dieser Unterschied scheint teilweise mit dem individuellen Vertrauen beziehungsweise Misstrauen zu tun zu haben, das den KI-Ergebnissen entgegengebracht wird. 76% der "KI-Gestressten" beschäftigen sich intensiv mit der Frage, wann KI-Empfehlungen vertrauenswürdig sind. Bei den belasteten Befragten sind es nur 56%. Ebenso prüfen und validieren 74% der Gestressten die Ergebnisse von KI häufiger, gegenüber 57% bei denjenigen mit geringerem Stress.
Grund für Misstrauen besteht durchaus. 89% der Befragten haben bereits erlebt, dass KI-Empfehlungen in ihrer Organisation zu falschen Ergebnissen geführt haben. Und wenn wegen der KI Fehler passieren, büssen trotzdem oft die menschlichen Cybersecurity-Verantwortlichen: Laut der Hälfte der Befragten wurden letztendlich sie von der Unternehmensleitung für Probleme verantwortlich gemacht.


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