Security-Update legte AHV-System flach

25. März 2022, 14:44
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Foto: Philippe Leone / Unsplash

Über zwei Tage konnten sich Mitarbeitende der Ausgleichskassen nicht einloggen und auf Kundendossiers zugreifen. Glücklicherweise mussten in diesem Zeitraum keine Renten ausbezahlt werden.

Die St.Galler Firma IGS ist das IT-Kompetenzzentrum für die kantonalen Sozialversicherungen und Ausgleichskassen. Diese hatten in den vergangenen Tagen mit IT-Problemen zu kämpfen. Die Logins der Mitarbeitenden funktionierten nicht mehr, berichtet die 'NZZ'. "Wir hatten seit Montag keinen Zugriff mehr auf unsere Kundendossiers", sagte eine Sprecherin der Zürcher Sozialversicherungsanstalt der Zeitung.
Man habe den Fehler schliesslich im Rechenzentrum eines externen Dienstleisters gefunden und beheben können, allerdings erst am Mittwoch, also zwei Tage nachdem sie am Montag aufgetreten waren. "Es kann sein, dass ein System mal einen halben Tag nicht läuft, aber zweieinhalb Tage? Das ist sehr, sehr selten", so Markus Leu, der Direktor der IGS, gegenüber der 'NZZ'.
Auf Anfrage von inside-it.ch erklärt IGS in einer Stellungnahme: "Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine verzeichnet das Cyber-Security-Monitoring der IGS GmbH und ihrer Betriebspartner eine deutlich höhere Aktivität. Diese Risiken gilt es zu minimieren. Es sind deshalb mehr Sicherheits-Updates notwendig, meist mit hoher Dringlichkeit. Am Wochenende ist es dabei leider zu einer Störung im Bereich der Leistungsapplikation gekommen. Die technischen Funktionstests verliefen einwandfrei, und deshalb wurde leider erst am Montag festgestellt, dass das Login für Mitarbeitende nicht mehr funktionierte."
In der Nacht auf Mittwoch hätten die ausstehenden Tagesend-Verarbeitungen erfolgreich durchgeführt werden können. Anschliessend seien am Mittwoch die Systeme kontrolliert wieder hochgefahren worden. Die Sicherheit der Daten sei jederzeit gewährleistet gewesen und es habe keinen Datenverlust gegeben. Glücklicherweise hätten im betreffenden Zeitraum auch keine Renten ausbezahlt werden müssen. Markus Leu schreibt uns weiter: "Wir bitten um Verständnis, wenn wir uns zurzeit voll auf die Problemlösung konzentrieren und noch keine weiteren Details nennen können." IGS werde einen Bericht zum Ereignis aufbereiten und diesen dann auch öffentlich kommunizieren.

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