Solothurn erhöht IT-Budget um über 12 Millionen

16. September 2022 um 09:48
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Foto: Nemanja Peric / Unsplash

Im Kanton rechnet man mit massiven Mehrkosten durch den Umstieg auf M365. Zudem wird beim Personal aufgestockt.

Das Globalbudget "Informationstechnologie" für die Jahre 2023 bis 2025 wird im Kanton Solothurn auf 68,8 Millionen Franken erhöht. Verglichen mit der Periode 2020 bis 2022 bedeutet dies eine Zunahme von 12,1 Millionen Franken. Dies ist der Botschaft des Regierungsrates an den Solothurner Kantonsrat zu entnehmen.
Die Umstände hätten sich für das kantonale Informatik und Organisation (AIO) markant verändert. Konkret genannt wird die Mobilität der Mitarbeitenden. Aus diesem Grund und weil die bestehende "Thin-Client-Strategie" an ihre Grenzen stosse, sei das Projekt "Modernisierung Arbeitsplatz" gestartet worden, heisst es im Bericht. Dieses hat die Umrüstung von 1000 Arbeitsplätzen auf Notebooks bis Ende 2022 zur Folge.

M365-Lizenzen kosten 1,3 Millionen Franken jährlich

Darüber hinaus soll wegen "End of Life" und "End of Support" von verschiedenen Systemen wie Citrix und Microsoft auf M365 migriert werden. "Der Umstieg auf das Lizenzmodell führt zu massiven Mehrkosten", heisst es in der Botschaft weiter. Bisher habe sich der durchschnittliche Kaufpreis auf 300 Franken pro Lizenz belaufen. Der Mietpreis für die M365-Suite koste 430 Franken pro Jahr, womit für die erforderlichen 3021 Lizenzen jährliche Kosten in der Höhe von 1,3 Millionen Franken entstehen. Die Mietmodelle seien für Microsoft natürlich sehr lukrativ und die Mietzahlungen würden den Kaufpreis bereits nach kurzer Zeit übersteigen, schreibt das AIO dazu.
Insgesamt will der Kanton 6,7 Millionen Franken in Hardware und Software-Wartung investieren. Wichtig sei, dass die Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung "gut ausgebildet und auf die zukünftigen Anforderungen vorbereitet sind". Damit könnten die neuen Funktionen von M365 "durchaus einen Mehrwert für die Verwaltung bieten".

19 neue Stellen à 150'000 Franken

Zu den Mehrkosten trägt ausserdem der erhöhte Personalaufwand von 3 Millionen Franken bei. Man rechne mit einer Erhöhung um fast 19 Vollzeitstellen, für die bei einer Vollkostenrechnung je 150'000 Franken budgetiert werden. Gefordert seien insbesondere die Bereiche Projektmanagement, Informationssicherheit, Qualitäts-und Risikomanagement, Transformation sowie Business Requirement.

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