Straumann Group bestätigt Cyberangriff

14. April 2026 um 13:03
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Foto: Straumann Group

Angreifer erhielten Zugriff auf ein Legacy-System, das inzwischen isoliert wurde. Der Geschäftsbetrieb blieb laut Unternehmen unbeeinträchtigt.

Die Straumann Group mit Hauptsitz in Basel hat einen Cybersecurity-Vorfall bestätigt. Dabei wurde unautorisiert auf ein einzelnes Legacy-System zugegriffen, das zwischen 2021 und 2024 im Zusammenhang mit internen Kontrollprozessen eingesetzt wurde, wie es in der Mitteilung heisst. Der Vorfall wurde nach Angaben des Schweizer Zahnprothesenherstellers eingedämmt und wird derzeit gemeinsam mit externen Cybersecurity- und Forensik-Spezialisten untersucht.
Laut der Straumann Group sind keine produktions- oder kundenseitigen Systeme betroffen. Der Geschäftsbetrieb sowie Produkte und Dienstleistungen seien nicht beeinträchtigt. Es bestehe zudem kein Hinweis auf eine Unterbrechung der operativen Abläufe.
Nach aktuellem Kenntnisstand wurden interne Dokumente kompromittiert, die Informationen aus der Zeit vor 2024 enthalten. Das Unternehmen habe damit begonnen, zuständige Behörden zu informieren und will betroffene Parteien direkt kontaktieren, sofern dies erforderlich ist.
Bereits im Februar 2026 war das Unternehmen im Zusammenhang mit einem möglichen Datenangebot in einem Leakforum genannt worden. Ein Hacker bot ein Datenpaket von rund 21 Gigabyte zum Verkauf an. Die Straumann Group erklärte damals auf Anfrage von inside-it.ch jedoch, man habe keine Hinweise auf einen Sicherheitsvorfall oder eine Datenkompromittierung festgestellt. Die Angaben des Hackers hätten auf einer Liste von Inhalten Dritter basiert, die nicht verifizierte Behauptungen enthalten habe.

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