Bis Ende September hat Swisscom in der Schweiz 61 Millionen Franken eingespart, wie aus einer Analystenpräsentation hervorgeht. Damit ist der Konzern schon weit über das Sparziel für das Gesamtjahr in Höhe von über 50 Millionen Franken hinausgeschossen.
In der Schweiz hat Swisscom seit Jahresbeginn gut 700 Stellen abgebaut. Ende September 2026 zählte der Branchenprimus hierzulande noch 14'616 Vollzeitjobs. Die Sparmassnahmen halfen, die Talfahrt im Telekomgeschäft abzubremsen. In den ersten neun Monaten 2026 sank der Umsatz in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um 0,6% auf 5,83 Milliarden Franken, wobei besonders der Umsatz mit Telekommunikationsdiensten unter Druck (-1,8%) war.
Dagegen hat Swisscom hierzulande mehr verdient: Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen nach Abzug der Leasingkosten erreichte 2,57 Milliarden Franken. Das ist auf vergleichbarer Basis ein Plus von 1,2% im Vergleich zum Vorjahr. "Dazu trugen Kosteneffizienzmassnahmen und ein höherer Ergebnisbeitrag des IT-Geschäfts bei", erklärte Swisscom.
Integration Vodafone Italia auf Kurs
Auch in Italien ist der Konzern bei der Zusammenlegung der übernommenen Vodafone Italia mit der Mailänder Breitbandtochter Fastweb auf Kurs. In den ersten 9 Monaten beliefen sich die Synergien auf 265 Millionen Euro. Damit fehlt nicht mehr viel zum Synergieziel von über 300 Millionen Euro im Gesamtjahr 2026. Wenn im Schlussquartal nochmals ähnlich viele Synergien herausschauen wie bisher im Quartalsdurchschnitt, dann würden rechnerisch rund 350 Millionen Euro erreicht und das Jahresziel deutlich übertroffen.
Auf der anderen Seite fielen in den ersten neun Monaten in Italien Integrationskosten von 100 Millionen Euro an. Damit hat Swisscom seit Ende 2024 insgesamt 421 Millionen Euro für die Zusammenlegung von Fastweb und Vodafone Italia aufgewendet. Bis Ende 2026 sollen Integrationskosten von rund 500 Millionen erreicht werden. Das wären rund 70% der bis Ende 2028 geplanten Gesamtintegrationskosten von rund 700 Millionen Euro.