Über 340 Organisationen und Unternehmen könnten nach aktuellen Schätzungen im Nachgang zum Bekanntwerden
der Moveit-Lücke seit Anfang Juni bereits zum Ziel von Cyberkriminellen geworden sein. Entsprechend wird auch die Opferliste der Bande Clop
länger und länger.Die Ransomware-Gruppe war eine der ersten, die sich die Lücke für ihre Cyberangriffe zu Nutze machte. Unter den neuesten Einträgen auf ihrer Darkweb-Site ist mit Japan Tobacco International (JTI) ein weiteres Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in der Schweiz befindet.
Seit der Gründung 1999 ist das Tochterunternehmen des Konzerns Japan Tobacco in Genf ansässig. Zu dessen bekannten Tabakprodukten gehören unter anderem Camel, Winston und Benson & Hedges. Rund 46'000 Mitarbeitende weltweit erwirtschafteten 2020 für JTI einen Umsatz von 12,3 Milliarden US-Dollar.
Der Tabakriese ist tatsächlich ins Visier der Cyberkriminellen geraten, erklärt JTI auf Anfrage von inside-it.ch. "Wir können bestätigen, dass JTI als eines von mehreren Unternehmen sowie Organisationen von dem Datenhack bei Moveit-Transfer betroffen war", schreibt die Medienstelle.
Man habe sofort Massnahmen ergriffen, "um den Vorfall zu isolieren und unsere Daten zu schützen". Ob Daten abgeflossen sind, darüber gibt das Unternehmen keine Auskunft. Clop hat bis jetzt noch keine erbeuteten Dateien ins Darkweb gestellt.
Die Medienstelle betont: "Die Informationssicherheit ist für uns von grösster Bedeutung, und wir werden den Vorfall weiterhin gründlich untersuchen, um die Sicherheit unserer Daten und Systeme zu gewährleisten."