Ohne Nvidia wäre die Entwicklung von generativer KI so wohl nicht möglich gewesen. Einerseits hat der Konzern mit seinen Hochleistungsprozessoren dazu beitragen, andererseits aber auch mit seiner Software-Plattform Cuda, die laut '
Reuters' mehr als 4 Millionen Entwicklerinnen und Entwickler nutzen. Und weil das eine ohne das andere nicht wirklich funktioniert, zwingt der Konzern Nutzerinnen und Nutzer der Software dazu, die eigenen Chips einzusetzen.
Nicht ganz uneigennützig haben sich nun Qualcomm, Intel und Google zusammengetan und die UXL Foundation gegründet. Statt wie bisher nur die Brosamen wollen sie auch ein eigenes Kuchenstück abhaben und ein Konkurrenzprodukt zu Cuda auf den Markt bringen. Basis dafür ist der Nachrichtenagentur zufolge Intels OpenAPI-Technologie. Dementsprechend soll auch das fertige Produkt Open Source sein und mit KI-Chips unterschiedlicher Hersteller zusammenarbeiten. "Es geht darum, ein offenes Ökosystem zu schaffen, um die Produktivität und die Auswahl an Hardware zu fördern", sagte Bill Hugo, Technologie-Chef für Hochleistungsrechner bei Google, zu 'Reuters'.
Die UXL Foundation will in der ersten Jahreshälfte die technischen Spezifikationen festlegen und diese bis Ende 2024 in den "ausgereiften Zustand" verfeinern. Dazu will UXL Cloud-Anbieter wie Amazon und Microsoft sowie weitere Prozessor-Hersteller ins Boot holen. Wann das fertige Produkt schlussendlich marktreif sein soll, ist nicht bekannt. Bis es soweit ist, wird Nvidias aktueller
Marktanteil im Bereich Hochleistungsprozessoren von etwa 80% wohl eher nicht keiner.