Testphase für digitalen Schweizer Franken startet

8. September 2026 um 09:40
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Foto: Claudio Schwarz / Unsplash

Schweizer Banken und Finanzdienstleister prüfen in einer geschützten Sandbox, ob Zahlungen mit dem Franken-Stablecoin CHFD reif für die Praxis sind.

Mehrere Schweizer Banken und Finanzunternehmen starten die im April angekündigten praktischen Tests mit einem digitalen Schweizer Franken. Neu beteiligen sich auch die Börsenbetreiberin SIX und die Bezahl-App Twint an dem Projekt.
Damit testen nun neun Unternehmen den Franken-Stablecoin CHFD in einer geschützten digitalen Umgebung, wie beteiligte Banken mitteilten. Neben Banque Cantonale Vaudoise, Postfinance, Raiffeisen, Sygnum, UBS und Zürcher Kantonalbank ist auch der Finanzdienstleister Swiss Stablecoin dabei. Die Unternehmen wollen herausfinden, wofür sich ein solches digitales Zahlungsmittel in der Praxis einsetzen lässt.
Der CHFD ist seit Ende Juni technisch in Betrieb und fest an den Franken gekoppelt: Ein digitaler CHFD entspricht einem Franken. Stablecoins sind digitale Zahlungsmittel, deren Wert an eine herkömmliche Währung gekoppelt ist und deshalb möglichst stabil bleiben soll.

Auszahlung von Behördengeldern

Getestet werden etwa die Abwicklung digitaler Vermögenswerte und automatische Zahlungen zwischen Finanzinstituten. Zudem soll untersucht werden, ob programmierbare Zahlungen Betrug auf Online-Marktplätzen erschweren oder einen faireren Verkauf von Veranstaltungstickets ermöglichen könnten. Auch Auszahlungen der öffentlichen Hand gehören zu den Anwendungsfällen.
Die Testphase soll bis Ende 2026 dauern. Ob der Franken-Stablecoin danach tatsächlich auf den Markt kommt, ist noch offen. Die Beteiligten wollen zunächst betriebliche, regulatorische und technische Fragen klären.

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