Automattic, das Unternehmen hinter den Content-Management-Plattformen Wordpress und Tumblr, will in Zukunft nutzergenerierte Inhalte für das KI-Training freigeben und so zu Geld machen. Dies geht aus Recherchen des Online-Magazins
'404 Media' (Paywall) hervor. Nach einem grossen Aufschrei versicherte das Unternehmen seinen Nutzenden aber, dass man die Funktion auch deaktivieren kann (Opt-out).
Bei Automattic sah man sich zudem zu einer Stellungnahme gezwungen: Darin hiess es unter anderem, dass das Unternehmen derzeit Gespräche mit ausgewählten KI-Anbietern führt. Gemäss '404 Media' handelt es sich bei einer der besagten Firma um OpenAI, das Startup hinter dem Textgenerator ChatGPT und dem Bildgenerator Dall-E.
Intern umstritten
Das Tech-Magazin zitiert einen Produktmanager von Automattic, der die Weitergabe der Inhalte an OpenAI kritisierte. In den Daten seien auch Inhalte, die vor einer Weitergabe geschützt werden müssten. Die Rede war demnach von nicht-öffentlichen, gelöschten oder gesperrten Beiträgen, privaten Inhalten sowie urheberrechtlich geschütztem Material.
Ob die Informationen für das Training bereits an die KI-Firmen geschickt wurden, ist demnach unklar. Gleichzeitig regte sich bei Automattic auch intern Widerstand. Ein Angestellter löschte seine Fotos von Tumblr, damit diese nicht für das KI-Training verwendet werden können.
Als Reaktion auf die Berichterstattung erklärte Automattic, dass es den grossen KI-Firmen aktuell verboten sei, die Daten für das Training zu benutzen. Wer aber im Falle einer kommenden Partnerschaft nicht möchte, dass die eigenen Inhalte weitergegeben werden, kann dies in den Einstellungen deaktivieren. Alle Partner würden dieses Opt-out respektieren, verspricht Automattic.