Twitter löst Beratungsgremium auf

13. Dezember 2022 um 10:53
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Elon Musk. Foto Steve Jurvetson / Lizenz: CC BY-SA 2.0a

Der alte Beirat zum Umgang mit heiklen Inhalten ist weg, einen neuen gibt es noch nicht.

Twitter hat gestern seinen "Trust and Safety Council" aufgelöst, wie einem E-Mail zu entnehmen ist, das dem 'Wall Street Journal' (WSJ) zugespielt wurde. Der Beirat wurde 2016 gegründet. Mitglieder waren Vertreter der Zivilgesellschaft, etwa von Menschenrechts- und Jugendschutzorganisationen. Ihre Aufgabe war es, das Unternehmen zum Umgang mit Hassbotschaften und anderen Problemen auf der Plattform sowie bei der Weiterentwicklung von Produkten und Regeln zu beraten. Wie ein Insider dem 'Wall Street Journal' sagte, sollen die Mitglieder des Councils nur eine Stunde vor einem für den 12. Dezember geplanten Treffen mit Unternehmensvertretern eine Mail mit einer Absage erhalten haben.
Im Mail schreibe Twitter, dass man sich nun überlege, wie "Aussenansichten" am besten eingebracht werden könnten, so das 'WSJ'. Der Beirat sei dafür nicht das richtige Mittel. Twitter verspreche aber, schneller als bisher dafür zu sorgen, dass die Plattform informativ und sicher sei.
Seit der Twitter-Übernahme durch Elon Musk war fraglich, welche Rolle der Beirat in Zukunft einnehmen soll. Musk hatte davon gesprochen, ein neues Gremium zum Umgang mit kontroversen Inhalten bilden zu wollen. Es blieb aber immer unklar, wie die Aufgaben der beiden Gruppen abgegrenzt werden sollten. Zudem gibt es noch keine Anzeichen dafür, dass Musk aktiv auf der Suche nach Mitgliedern für den von ihm in Aussicht gestellten neuen Beirat ist.

Twitter Blue again

Ebenfalls am gestrigen 12. Dezember hat Twitter den Relaunch seines Bezahl-Services Twitter Blue angekündigt. Abonnenten erhalten das blaue Häkchen neben ihrem Usernamen. Ausserdem können sie Tweets editieren. Wie Musk selbst in einem Tweet erklärte, sollen Twitter-Blue-Abonnenten auch nur halb so viel Werbung sehen, wie Gratis-User. Im kommenden Jahr solle zudem eine teurere Version eingeführt werden, die ganz werbefrei sein soll.

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