US-Kryptokonzern kauft Schweizer Startup für 250 Millionen Dollar

19. Mai 2023 um 13:05
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Foto: Vjkombajn / Pixabay

Ripple will mit dem Zukauf der Lausanner Firma Metaco in weitere Märkte expandieren. Derzeit läuft in den USA ein Milliardenverfahren gegen den Käufer.

Der US-Krypto-Konzern Ripple hat das Schweizer Unternehmen Metaco für 250 Millionen Dollar gekauft. Ripple stösst mit der Übernahme in den Markt für institutionelle Anleger vor. "Die Übernahme von Metaco ist für unsere wachsende Produktpalette und unsere globale Präsenz von grosser Bedeutung", kommentiert Ripple-CEO Brad Garlinghouse den Deal.
Das Schweizer Unternehmen ergänze Ripple, das ein Open-Source-Protokoll für ein dezentrales Zahlungsnetzwerk und die damit verbundene Kryptowährung XRP entwickelt hat. Diese hat die Firma in den Fokus der Justiz gerückt.
2020 hat die US-Börsenaufsicht (SEC) eine Klage gegen Ripple eingereicht. Die Firma hat laut SEC mit unregistrierten Wertpapieren 1,3 Milliarden Dollar eingenommen. Ripple hingegen sieht XRP nicht als Wertpapier, sondern als Währung. Derzeit wird die Frage gerichtlich verhandelt.
Ripple wird künftig alleiniger Besitzer von Metaco. Der heutige CEO der Lausanner Firma bleibt aber an Bord: Adrien Treccani wird die Geschicke der unabhängigen Marke und Einheit weiterhin leiten. Zugleich soll die Firma vom Kundenstamm und den Ressourcen von Ripple profitieren.
Die in Lausanne beheimatete Firma Metaco entwickelt Technologien für die Verwahrung digitaler Assets und für die Tokenisierung, die Abbildung von Vermögenswerten auf einer Blockchain. Das Startup wurde 2015 gegründet und konzentriert sich auf institutionelle Anleger. Swisscom, Schweizerische Post, Zürcher Kantonalbank und Avaloq haben bereits Geld in die Firma investiert.

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