USA schränkt Export von KI-Chips nach China und Russland ein

1. September 2022 um 12:08
image
Foto: Jakob Owens / Unsplash

Nvidia und AMD dürfen bestimmte Mikrochips nicht mehr an die beiden Länder liefern. Damit soll Gesichtserkennung in China gebremst werden, so die US-Regierung.

Die USA haben neue Beschränkungen für den Export von Hochleistungschips nach China und Russland verhängt. Die Restriktionen betreffen Mikroprozessoren, die vor allem bei Anwendungen der künstlichen Intelligenz benötigt werden. Die USA und China kämpfen seit Jahren um die Vormachtsstellung auf dem Gebiet.
Der US-Chiphersteller Nvidia erklärte , dass amerikanische Behörden einen Exportstopp für 2 Hochleistungschips nach China verfügt hätten. Damit solle unter anderem die Fähigkeit chinesischer Firmen eingeschränkt werden, Hochleistungssysteme zur Gesichtserkennung bauen zu können.
Nvidia ist bei Verbrauchern vor allem für seine Grafikchips bekannt. Leistungsstarke Grafikprozessoren (GPU) sind aber auch in der Lage, rasend schnell Rechenschritte für das maschinelle Lernen abzuarbeiten. Betroffen von den Exportbeschränkungen sind nach der Erklärung von Nvidia gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC die Baureihen A100 und H100. Auch der Chiphersteller AMD erklärte, er habe eine ähnliche Verfügung für eine seiner GPU-Produktlinien erhalten. Auch hier geht es um Chips, die sich vor allem für KI-Berechnungen eignen.
Die Regierung von Präsident Joe Biden versucht seit Monaten, den High-Tech-Export in Länder wie China und Russland stärker zu regulieren. Zuletzt hatte das Handelsministerium eine Vorschrift eingeführt, die den Export von Chipdesignsoftware blockieren könnte, die für die Herstellung der nächsten Chipgeneration erforderlich ist.
China ist ein wichtiger Markt für Nvidia. Die Exportbeschränkungen könnten das Unternehmen laut der Mitteilung bis zu 400 Millionen Dollar Quartalsumsatz kosten. Die Aktie des Unternehmens gab nachbörslich um knapp 6,6% nach.

Loading

Mehr erfahren

Mehr zum Thema

image

Luzern will neue Online-Steuerlösung beschaffen

Die Software solch durch eine webbasierte Lösung ersetzt und ins Kantonsportal integriert werden. In anderen Kantonen bietet dies der bisherige Dienstleister schon an.

publiziert am 17.5.2024
image

Europarat stimmt KI-Konvention zu

In Strassburg einigte sich der Rat auf ein Übereinkommen. Auch die Schweiz war beteiligt.

publiziert am 17.5.2024
image

Kanton-Zürich will KI-Leader werden

Die Rahmenbedingungen seien geschaffen worden, sagt der Kanton. KI-Sandbox geht in die zweite Runde.

publiziert am 17.5.2024
image

Soll "Suisse ePolice" erweitert werden?

Im St. Galler Kantonsrat wurde eine Anfrage eingereicht. Die polizeiliche Plattform soll auch zusätzliche Delikte erfassen.

publiziert am 17.5.2024