USA verklagen Adobe wegen versteckter Gebühren

18. Juni 2024 um 12:03
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Die amerikanischen Wettbewerbshüter kritisieren irreführende Abos und versteckte Gebühren, das Justizministerium hat eine Klage eingereicht.

Das amerikanische Justizministerium hat eine Klage gegen Adobe eingereicht. Dies, nachdem sich die Wettbewerbshüter des Landes wegen versteckter Gebühren und erschwerten Abonnements-Kündigungen beschwert hatten. Das Unternehmen locke Konsumenten in teure Abo-Fallen, schreibt die Federal Trade Commission (FTC) in einer Mitteilung.
Adobe hat bereits 2012 auf ein Abo-Modell gewechselt. Verbraucherinnen und Verbraucher würden durch "versteckte Vorfälligkeitsentschädigungen und zahlreiche Kündigungshürden in einjährige Abonnements gelockt", heisst es in der in Kalifornien eingereichten Klage. Laut der Beschwerde drängt Adobe Nutzerinnen und Nutzer zum Abo "Jahres-Abo, monatlich", respektive schlägt dieses standardmässig vor. Anwenderinnen und Anwender würden aber nicht ausreichend darüber informiert, dass bei einer frühzeitigen Kündigung im ersten Jahr hunderte von Dollar fällig werden könnten, so die FTC.
Um zu erfahren, dass bei einer vorzeitigen Kündigung des "Jahres-Abo, monatlich" eine Gebühr von 50% des Restbetrags fällig wird, muss man sich durch mehrere Support-Seiten bei Adobe klicken. Hinweise auf wichtige Bedingungen würde Adobe im Kleingedruckten, hinter Textboxen oder in Hyperlinks verstecken. Zudem sei das Kündigungsverfahren unnötig kompliziert, so die Vorwürfe.
Kürzlich hat Adobe seine Nutzungsbedingungen aktualisiert. Wer diesen zustimmt, gibt dem Unternehmen das Recht, auf seine Daten zuzugreifen. Eine Möglichkeit, den Nutzungsbedingungen zu widersprechen, gibt es aber nicht.

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