Adobe will Zugriff auf Inhalte von Photoshop-Usern

7. Juni 2024 um 06:30
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Foto: Optical Chemist auf Unsplash

Der Konzern hat seine Nutzungsbedingungen aktualisiert. Wer zustimmt, gibt dem Unternehmen das Recht, auf seine Daten zuzugreifen.

Die neuen Nutzungsbedingungen von Adobe haben es in sich. Der Konzern teilt Nutzerinnen und Nutzern von Photoshop und Substance 3D mit, dass dieser "sowohl mit automatisierten als auch mit manuellen Methoden auf Ihre Inhalte zugreifen kann, beispielsweise zur Überprüfung von Inhalten". Dies erfolge nur "in eingeschränktem Umfang und nur soweit gesetzlich zulässig", sei aber notwendig, um zum Beispiel "Betrug, Sicherheits-, rechtliche oder technische Probleme zu erkennen oder zu verhindern".
Darüber hinaus gewähren Nutzerinnen und Nutzer Adobe eine "Lizenz zur Nutzung, Vervielfältigung, öffentlichen Anzeige, Verteilung, Änderung, Erstellung abgeleiteter Werke, öffentlichen Aufführung und Übersetzung der Inhalte".

Kein Widerspruch möglich

Unter Inhalten versteht Adobe laut den eigenen Nutzungsbedingungen "sämtliche Texte, Informationen, Mitteilungen, Audiodateien, Videodateien, elektronische Dokumente oder Bilder, die Sie hochladen, in die Services und die Software importieren, zur Verwendung einbetten oder mithilfe der Services und der Software erstellen".
Eine Möglichkeit, den im Februar 2024 aktualisierten, aber nun herausgebrachten Nutzungsbedingungen zu widersprechen, gibt es nicht. Wie das englische Magazin 'Computing' berichtet, werden User gesperrt, solange sie den neuen Bedingungen noch nicht zugestimmt haben.

"Wir dürfen, aber wir tun es nicht"

Auf X wehrt sich Jérémie Noguer, Produktchef von Substance 3D, gegen zahlreiche Vorwürfe von Usern, Adobe spioniere damit seine Nutzerinnen und Nutzer aus. Es würde weder auf Projekte von Usern zugegriffen, noch würden diese angeschaut oder gelesen. Solche rechtlichen Texte seien oft sehr weit gefasst. Ausserdem verweist er auf ein FAQ-Dokument zur Inhaltsanalyse, das die Nutzerbedingungen spezifizieren würde. Zusätzlich hat Adobe selbst einen Blogpost veröffentlicht, indem das Unternehmen sein Vorgehen erklärt und rechtfertigt.
Zusammengefasst sichert sich Adobe mit den neuen Nutzungsbedingungen das Recht, auf Inhalte seiner User zuzugreifen und sie verwenden zu dürfen, verspricht aber, es nicht zu tun.

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