Den ersten Walkman hat Sony 1979 vorgestellt. Der tragbare Kassettenspieler war für Musikliebhaber ein Gamechanger.
TPS-L2, so hiess der erste tragbare Kassettenplayer, der die Welt für Musikliebhaber schliesslich ändern sollte. Am 1. Juli 1979 brachte Sony den Walkman auf den japanischen Markt. Das Gerät hatte zunächst einen schlechten Start. Sony verkaufte im selben Monat lediglich 30'000 Exemplare. Erst eine Marketing-Kampagne ebnete dem Walkman den Weg. Bald gab es die tragbare Musik auch in Europa und in den USA.
Walkman wurde zum Statussymbol
In den 80er-Jahren wurde der Walkman unter den Jugendlichen zu einem Statussymbol und Musikhören zum persönlichen Erlebnis. Dem Erfolg stand nichts im Weg: Bis 1981 produzierte Sony rund 50 Millionen Stück.
Foto: Hifi Wiki
Sony erkannte das Potenzial und entwickelte den Walkman schnell weiter. Bald kamen die ersten Geräte dazu, die auch CDs lesen konnten. In den 90ern folgten Digital-Audio-Tape-Versionen, die digitale Aufnahmen auf Kassetten in CD-Qualitäten ermöglichten. Später kamen die Minidiscs dazu, Walkman-Handys und schliesslich MP3-Walkmans. Diese Geräte konnten aber nicht mit dem iPod mithalten.
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Nur wenige kennen den Walkman noch
Nach über 30 Jahren gab Sony im Oktober 2010 die Einstellung der Produktion in Japan bekannt. Nach Angaben des Konzerns wurden rund 200 Millionen Abspielgeräte verkauft.
Laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom weiss nur noch die Hälfte der befragten Kinder und Jugendlichen, was ein Walkman überhaupt ist, geschweige denn Minidiscs.
Obwohl Sony das Gerät zuerst vermarktete, soll der wahre Erfinder der Deutsche Andreas Pavel gewesen sein. Im Jahr 1977 meldete er eine "körpergebundene Kleinanlage für hochwertige Wiedergabe von Hörereignissen" zum Patent an. Zwischen den beiden Beteiligten kam es zu einem langen Rechtsstreit, bis Sony schliesslich einen Millionenbetrag an Pavel zahlte.