Wieder mehr offene IT-Stellen

15. Oktober 2026 um 09:28
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Foto: Curated Lifestyle / Unsplash+

Laut dem "Swiss Job Market Index" legen IT-Berufe auf dem Stellenmarkt erneut leicht zu. Andere Berufe leiden unter dem verstärkten KI-Einsatz.

Informatikberufe haben im zweiten Quartal 2026 einen Anstieg der ausgeschriebenen Stellen verzeichnet. Zu diesem Schluss kommt der "Swiss Job Market Index" von Adecco und des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich. Insgesamt verzeichnet die Zahl der offenen Stellen gemäss Index gegenüber dem Vorquartal aber einen Rückgang von 2,4%. Die Konjunkturaussichten für die Schweizer Wirtschaft bleiben im zweiten Quartal eingetrübt, konstatiert Adecco. Belastend würden insbesondere der aktuelle Erdölpreisschock, die höheren Energiepreise, die schwache Auslandsnachfrage sowie die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit wirken.
Die Informatikberufe haben im Vergleich zum Vorquartal um 6% zugelegt. "Nach mehreren Jahren rückläufiger Stellenzahlen steigt die Nachfrage wieder leicht, vor allem bei Entwicklerinnen und Analytikern von Software und Anwendungen. Es ist davon auszugehen, dass die zunehmende Verbreitung von KI die Nachfrage nach Fachkräften für die Entwicklung und Implementierung entsprechender Systeme beeinflusst", heisst es zur Analyse.
Auch Büroberufe legen trotz hoher KI-Exponiertheit mit 9% zu. Der Stellenzuwachs werde vor allem von allgemeinen Büro- und Sekretariatskräften getragen und zeige, dass sich die Auswirkungen von KI je nach Tätigkeitsprofil stark unterscheiden könne. Andere Berufe scheinen hingegen den verstärkten KI-Einsatz zu spüren. Käufmännische Berufe verzeichnen ein Minus von 13% bei den offenen Stellen, wirtschaftswissenschaftliche Berufe eines von 10%. Die zunehmenden Einsatzmöglichkeiten von KI dürften die Nachfrage in informationsintensiven Tätigkeitsfeldern dämpfen, so Adecco.
"Der Job Index zeigt die anhaltende Schwächephase am Schweizer Stellenmarkt. Unternehmen stellen selektiver ein und reagieren spürbar auf die gedämpfte Konjunktur sowie die globale Unsicherheit. Gleichzeitig zeigt die Analyse der Berufsgruppen, dass der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in zentralen Bereichen wie Gesundheit, Handwerk und Industrie weiterhin hoch ist", sagt Marcel Keller, Country President der Adecco Gruppe Schweiz. Eine spürbare generelle Belebung des Stellenmarktes lasse jedoch weiterhin auf sich warten.

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