Zürcher Polizei gelingt Schlag gegen Krypto-Geldwäsche

1. Dezember 2025 um 11:17
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Foto: Kanchanara / Unsplash

Gemeinsam mit europäischen Ermittlungsbehörden haben die Kantons- und Stadtpolizeien Zürich einen Server für Krypto-Geldwäscherei lokalisiert und stillgelegt.

Während annähernd zehn Jahren betrieben Unbekannte im Kanton Zürich eine Server-Infrastruktur für einen "Bitcoin-Mixer". Die Informatiksysteme wurden nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich sowie Cyberspezialisten der Kantonspolizei Zürich und der Stadtpolizei Zürich Ende November stillgelegt, teilen die Behörden gemeinsam mit.
Im Rahmen der Abschaltung sei auch das Betriebskapital im Gegenwert von rund 23 Millionen Franken in Bitcoin sichergestellt worden, heisst es weiter. Die Infrastruktur und die Domain "cryptomixer.io" habe die Polizei beschlagnahmt. Die Ermittlungen zu den Betreibern und den Nutzenden liefen weiter, wozu insbesondere auch die ab der Infrastruktur gesicherten 12 Terabyte Daten ausgewertet würden.
Der "Bitcoin-Mixer" sei seit 2016 in Betrieb gewesen, um Gelder aus illegalen Darknet-Geschäften, Ransomware-Lösegeldzahlungen, betrügerischen Online-Shops, Krypto-Diebstählen und anderen Straftaten zu waschen. Der Server vermischte dafür einbezahlte Bitcoins durch eine Vielzahl von Transaktionen mit Bitcoins anderer Benutzer, um die Rückverfolgung zu verunmöglichen. Das Transaktionsvolumen betrug den Behörden zufolge dabei weit über eine Milliarde Franken in Bitcoin, wobei der Gewinn der Betreiber auf mehrere Millionen Franken geschätzt wird.
Neben den lokalen Ermittlungsbehörden waren den Angaben zufolge unter anderem Eurojust und Europol, die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main sowie das deutsche Bundeskriminalamt an der Fahndung beteiligt. Die Ermittlungsgruppe ermöglichte eine enge Kooperation über Landesgrenzen hinaus und ein koordiniertes Vorgehen gegen die global agierende Täterschaft, so die Kantonspolizei.

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