Zürichs Spitäler Waid und Triemli legen ihre IT zusammen

15. Februar 2022, 12:52
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Blick auf das Triemli. Foto: Stadtspital Zürich

In einem umfangreichen Projekt sollen IT-Infrastruktur und Applikationen vereinheitlicht werden. Kosten: 3,9 Millionen Franken.

Das Stadtspital Zürich will in einem IT-Projekt die bestehende IT-Landschaft der beiden Standorte Waid und Triemli harmonisieren. Für das Projekt "Harmos Stadtspital" hat der Zürcher Stadtrat nun Ausgaben in der Höhe von 3,93 Millionen Franken bewilligt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Kosten verteilen sich auf Lizenzen, Dienstleistungen von Lieferanten sowie die Unterstützung für die Umsetzung des Projekts, erklärt uns das Stadtspital auf Anfrage.

Grosses Digitalisierungs-Programm

Die Zusammenführung beziehungsweise Vereinheitlichung laufe seit 2019, fügt das Stadtspital an. Nach heutiger Planung solle das Projekt Harmos im Jahr 2023 abgeschlossen sein. Derzeit laufe die Detailkonzeption für Harmos, führt das Spital aus.
Durch den Zusammenschluss der beiden Standorte wurde laut Stadtspital das Programm "Stadtspital Digital" lanciert. Dieses umfasst demnach die grossen strategischen IT- und Digitalisierungsprojekte. Dazu gehöre die Einführung einer Reihe von neuen Systemen, darunter ein Klinikinformationssystem, ein System für Leistungserfassung und -management sowie ein Healthcare Content Management System für multimediale, medizinische Inhalte, fügt das Spital auf unsere Anfrage an.
Harmos sei eines von mehreren Projekten, die im Rahmen von "Stadtspital Digital" durchgeführt werden. Es kümmere sich primär um die Standardisierung und Zusammenführung von IT-Services (Applikationen und Systemen), die heute an den beiden Standorten und somit innerhalb des neuen Stadtspital Zürich mehrfach betrieben werden. Dies umfasse insgesamt über 30 verschiedene Services.
Als Beispiele nennt uns das Stadtspital etwa die Zusammenführung der Personaleinsatzplanung, der Radiologie-Informationssysteme sowie von Expertensystemen. Weiter umfasse das Projekt die Zusammenführung der Mitarbeiterstammdaten der beiden Standorte in das Stadtspital Zürich im SAP der Stadt.

Digitalisierung soll Effizienzsteigerung bringen

Auf Anfrage ergänzt das Stadtspital, dass aufgrund der Zusammenlegung kein Abbau von IT-Personal vorgesehen sei. Durch die Digitalisierung werde mit einer Effizienzsteigerung im Betrieb gerechnet. Aufgrund der verstärkten Integration von IT-Services und Systemen am Stadtspital seien Verschiebungen von Aufgaben in den IT-Teams vorgesehen.

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