Die Firmen Geozug Ingenieure und iNovitas digitalisieren das Strassennetz des Kantons Zug. Die Datenerfassung erfolge unabhängig von einem Auftraggebenden im Rahmen einer Partnerschaft zwischen den Unternehmen, teilen sie mit.
Der Strassenraum des Kantons werde ab Juni mittels Kamera- und Sensorsystemen digital erfasst. Dabei würden ausschliesslich öffentliche Strassen berücksichtigt. Die Erfassung erfolge datenschutzkonform und ohne Einschränkungen für den Verkehr. Wie die Firmen betonen, werden Fahrzeugkennzeichen und Personen im Strassenraum automatisch unkenntlich gemacht. Die 3D-Daten stünden anschliessend ausschliesslich autorisierten Fachpersonen oder Verwaltungsstellen mit entsprechender Berechtigung zur Verfügung. Sie werden nicht öffentlich einsehbar sein.
Die Initianten wollen eigenen Angaben zufolge mit dem digitalen Zwilling eine Grundlage für ein datenbasiertes Infrastrukturmanagement im Kanton Zug schaffen. Die 3D-Bilddaten könnten für Planungs- und Vermessungsaufgaben genau so genutzt werden wie zur Bewertung des Strassenzustands oder Inventarisierung von Infrastrukturobjekten. Als Zielgruppen werden Ingenieur- und Planungsbüros, Verwaltungen und andere Fachstellen genannt.
Gemeinde Emmen digitalisiert Strassen
Parallel zum Projekt im Kanton Zug hat die Luzerner Gemeinde Emmen einen Auftrag für die Digitalisierung des Strassennetzes erteilt. Auch hier kommen Fahrzeuge und die Technologie von iNovitas zum Einsatz. Während ein bis zwei Wochen werden sämtliche Strassen und Wege in der Gemeinde erfasst, teilt die Verwaltung mit.
Die Gemeinde verspricht sich von der Erfassung einen grossen Effizienzgewinn: Dank der neuen 3D-Daten können sich Verwaltungsmitarbeitende künftig vom Schreibtisch aus ein Bild einer Situation machen, Ausseneinsätze gezielt vorbereiten oder Abklärungen teilweise sogar vollständig digital erledigen.