16-Jähriger hackte wohl Waadtländer Schulen

3. November 2026 um 15:24
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Foto: Kindel Media / Pexels

Ein Jugendlicher soll Zugriff auf eine Plattform mit Daten von rund 41'500 Lernenden und Lehrkräften erlangt haben.

Ein 16-Jähriger soll sich unerlaubt Zugang zu einer Informatikplattform mit Daten von rund 38'000 Schülerinnen und Schülern sowie von 3500 Lehrpersonen im Kanton Waadt verschafft haben. Die Polizei nahm den Jugendlichen am 31. Oktober fest. Ihm droht neben einem Strafverfahren auch der Schulausschluss.
Der Jugendliche besucht selbst eine der betroffenen Schulen, wie die kantonale Bildungsbehörde der Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA' auf Anfrage bestätigte. Sollte sich der Verdacht erhärten, drohe ihm eine schulische Sanktion bis hin zum Ausschluss. Dieses Verfahren sei unabhängig von den strafrechtlichen Ermittlungen, hiess es weiter.
Ob der Verdächtige Daten entwendet oder an Dritte weitergegeben hat, war zunächst unklar. Die kantonale Bildungsbehörde entdeckte den Angriff am 26. Oktober und liess die Plattform umgehend vom Internet trennen, wie die Waadtländer Kantonspolizei mitteilte. Der unbefugte Zugriff erfolgte zwischen dem 23. und 26. Oktober.
Das betroffene System dient zur Meldung von Informatikproblemen und enthält Namen, schulische E-Mail-Adressen und Anfragen an den technischen Support. Passwörter, Schulnoten oder Schülerdossiers seien dort nicht gespeichert. Auch die obligatorischen Schulen blieben verschont, da sie ein unabhängiges Informatiksystem nutzen. Die Behörden informierten die Betroffenen und warnten sie vor möglichen betrügerischen Nachrichten. Zudem erstatteten sie Strafanzeige.
Die Ermittlerinnen und Ermittler konnten den mutmasslichen Täter rasch identifizieren. Sie hätten den 16-Jährigen befragt und seine Informatikgeräte beschlagnahmt. Nach der Einvernahme kam er wieder auf freien Fuss. Das Jugendgericht führt die Strafuntersuchung. Die Cyberabteilung der Waadtländer Kriminalpolizei untersuche insbesondere, ob der Jugendliche Daten heruntergeladen oder an Dritte weitergegeben hat. Die beschlagnahmten Geräte werden derzeit ausgewertet.

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