1700 T-Systems-Leute wechseln ihren Arbeitgeber

8. November 2022 um 14:29
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Die Konzernzentrale der Telekom in Bonn. Foto: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom will zum IT-Provider werden und übernimmt dazu Mitarbeitende von T-Systems. So soll gleichzeitig auch die Grosskundensparte wieder auf den Weg gebracht werden.

Die Deutsche Telekom hat heute bekanntgegeben, dass sich der Konzern eine neue Strategie auferlegt und ein neuer Bereich für digitale Rund-um-Lösungen und Plattformen für Digital Experience Services geschaffen werden soll. Angeboten werden sollen in dem neuen Segment Beratungen, Cloud Services und digitale Lösungen mit integrierter Sicherheit.
Zur Gründung des neuen Geschäftsfeldes wird T-Systems ihre Digitaltochter MMS per Ende Jahr an den Telco abtreten. Damit wechseln rund 1700 Mitarbeitende ihren Arbeitgeber. MMS aus Dresden bietet Digital Experience Services für die Entwicklung und Umsetzung von digitalen Strategien für Unternehmen und den öffentlichen Sektor. Mit der neuen Sparte unter der Leitung von Max Ahrens sollen verschiedene Digitalisierungs-Angebote für mittelständische Firmen geschaffen werden.
Die Grosskunden würden auch weiterhin von T-Systems betreut werden, hiess an einer Pressekonferenz. Und auch die Zusammenarbeit zwischen MMS und den Kunden von T-Systems soll in Zukunft unverändert weiterlaufen.

Verkauf vom Tisch

T-Systems-CEO Adel Al-Saleh hatte ebenfalls erfreuliches zu berichten. Er verliert zwar fast 2000 Mitarbeitende, konnte jedoch verkünden, dass mit der vorgestellten Strategie auch den Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Unternehmens ein Ende gesetzt werde. T-Systems habe sich in den letzten 5 Jahren stark gewandelt und sei heute eher ein IT-Provider für Grosskunden. In Zukunft werde die Firma wieder eine Schlüsselrolle bei der Deutschen Telekom einnehmen, sagte er.
Sein Unternehmen habe wieder einen klaren Fokus und sei bereit für die nächste Phase des Fortschritts, sagte Al-Saleh. Dabei helfen würde insbesondere auch, dass die Telekom diverse finanzielle Altlasten von T-Systems übernommen habe. "Diese stammen noch aus einer Zeit als unser Unternehmen 8 Milliarden Euro umgesetzt hat, heute sind es noch 4 Milliarden", erklärte der CEO. Genau wollte er die Altlasten auch auf Nachfrage nicht beziffern.

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