8 Millionen für die Digitalisierung der ersten Säule

11. Dezember 2023 um 16:04
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Dall-E / GPT-4

In zwei Freihändern vergibt der Verein eAHV/IV Aufträge für Beratung und Projektleitung. Trotz intensiver Recherchen hätten keine anderen Lieferanten identifiziert werden können.

"Als Interessensvertreter von über 100 Durchführungsstellen modernisiert der Verein eAHV/IV laufend den Datenaustausch in der AHV und der IV", heisst es auf der Website der Organisation.
Zu diesem Zweck hat eAHV/IV für die "Umsetzung von mehreren Vorhaben" 2 freihändige Zuschläge vergeben. Diese gingen zum einen an die Firmen Think Beyond, Fructufy, Incor sowie IT & Law Consulting für "Management-, Prozess- und Rechtsberatung sowie Projektleitungen im Bereich Datenaustausch und Digitalisierung", wie es auf Simap heisst. Für diesen Auftrag fliessen maximal 4 Millionen Franken.

2 Freihänder für je 4 Millionen Franken

Zum anderen gehen höchstens 4,1 Millionen Franken an Eraneos, Redguard, Medidata und Löwenfels. Diese 4 Anbieter wurden für technologieorientierte Prozesse, Beratung, Projektmanagement, Support im Bereich Datenaustausch und Digitalisierung ausgewählt.
Christoph Beer, Geschäftsleiter von eAHV/IV erklärt auf Anfrage, dass die beiden Beträge als Kostendach zu verstehen seien. Sie inkludieren die gesamte Laufzeit von 8 Jahren (5 fix, 3 optional) für 8 mögliche Anbieter. Es handle sich um "die Sicherstellung der Ressourcen für die aktiven und neu zu planenden Arbeiten". Konkret würden Vorhaben auf Basis gesetzlicher Änderungen wie AHV 21 oder die Digitalisierung der Erwerbsersatzordnung (EO) umgesetzt. Ausserdem benötigten Projekte wie E-Status oder E-Formulare Ressourcen.

"Langjähriges und detailliertes Spezialwissen"

Die freihändige Vergabe begründet eAHV/IV auf Simap damit, dass "externe Lieferanten über langjähriges und detailliertes Spezialwissen betreffend die 1. Säule verfügen müssen". Zudem hätten trotz "intensiver Recherche keine weiteren neuen Lieferanten identifiziert werden können".
Auf unsere Fragen, wie viel Aufwand diese Recherche generiert habe, wie viele Unternehmen geprüft worden seien und ob dafür externe Hilfe benötigt worden sei, ging der Verein nicht ein.

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