Der Schweizer Konzern ABB hat im oberösterreichischen Eggelsberg, am Sitz von B&R, einen neuen Innovations- und Bildungscampus eröffnet. B&R wurde 2017 von ABB übernommen und ist das globale Zentrum für Maschinen- und Fabrikautomation des Unternehmens.
"Innovation ist seit mehr als 130 Jahren fest in der DNA von ABB verankert. Unsere Division B&R ist ein echter Innovations-Hotspot für den Wandel hin zu einer stärker automatisierten Fertigung", sagt Björn Rosengren, CEO von ABB.
Mit dem neuen Campus erweitert sich die Gesamtfläche des B&R Headquarters auf mehr als 100'000 Quadratmeter. Derzeit arbeiten bei B&R rund 2400 Personen. Bis zu 1000 zusätzliche Hightech-Arbeitsplätze sollen nun entstehen, schreibt ABB. Auf dem neuen Campus sollen Innovationen rund um künstliche Intelligenz, Maschinen- und Fabrikautomation für unterschiedliche Branchen entwickelt werden. Im Campus soll eng mit internationalen Kunden sowie Unternehmen und Startups aus der Region zusammengearbeitet werden, schreibt ABB. Zudem sollen im Campus bis zu 4000 Menschen jährlich weitergebildet werden. Dazu kooperiere B&R mit mehreren Hochschulen. Geplant sei ausserdem, am Campus eine duale Hochschulausbildung aufzubauen.
Insgesamt habe ABB 100 Millionen Euro in den Ausbau des B&R-Sitzes investiert, teilt das Unternehmen weiter mit. Die ABB-Kunden würden mit Robotik und Automation auf die globalen Arbeitskräfte- und Lieferengpässe reagieren, ergänzt Sami Atiya, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Robotik & Fertigungsautomation. Das potenzielle Marktvolumen für Maschinen- und Fabrikautomation weltweit wird laut ABB derzeit auf 20 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt und soll bis zum Jahr 2030 auf 31 Milliarden Dollar jährlich ansteigen.