Hybrides Arbeiten und KI verändern den digitalen Arbeitsplatz grundlegend. Unternehmen müssen entscheiden, welche Geräte Mitarbeitende benötigen, wo Daten verarbeitet werden und wie sich Sicherheit, Verwaltung und ein produktives Arbeitserlebnis sinnvoll verbinden lassen.
Was früher vor allem eine technische Infrastruktur war, ist heute eine komplexe Arbeitsumgebung. Mitarbeitende arbeiten im Büro, von zu Hause und unterwegs, greifen mit unterschiedlichen Endgeräten auf Daten zu und nutzen zunehmend KI in ihrem Arbeitsalltag. Diese Entwicklungen greifen ineinander und müssen auch gemeinsam gesteuert werden. Unternehmen brauchen deshalb eine klare Strategie für den digitalen Arbeitsplatz, die Arbeitsmodelle, Technologie, Sicherheit und Verwaltung aufeinander abstimmt und auf Geschäftsleitungsebene verankert ist.
Hybrid Work und KI zusammendenken
Hybrides Arbeiten hat den Arbeitsplatz räumlich erweitert. KI verändert nun zusätzlich, was Geräte leisten müssen und wie Anwendungen Daten verarbeiten. Damit steigen die Anforderungen an IT-Infrastrukturen, Sicherheit und Verwaltung.
Eine zentrale Frage ist dabei, wo KI-Anwendungen ausgeführt werden. Viele laufen in der Cloud, bestimmte Aufgaben lassen sich jedoch direkt auf dem Endgerät verarbeiten. Diese sogenannte «On-Device-AI» ist besonders für Unternehmen relevant, die KI nutzen und gleichzeitig mehr Kontrolle über sensible Informationen behalten möchten. Werden Daten lokal verarbeitet, müssen sie nicht für jede Anwendung an externe Umgebungen übertragen werden. Das stärkt die Datensouveränität, verkürzt Latenzen, reduziert Abhängigkeiten und eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten für KI in Bereichen mit erhöhten Anforderungen an Datenschutz und Vertraulichkeit.
Der Nutzen muss im Arbeitsalltag ankommen und klare Regeln befolgen
Damit dieser technologische Wandel Wirkung entfaltet, muss er sich im Alltag bewähren. Für Mitarbeitende zeigt sich der konkrete Nutzen von On-Device-AI vor allem bei wiederkehrenden Aufgaben wie das Durchsuchen von Dokumenten, Transkriptionen und Zusammenfassungen, die Optimierung von Bild und Ton oder Echtzeit-Übersetzungen in hybriden Meetings.
Ziel eines modernen digitalen Arbeitsplatzes ist nicht allein höhere Effizienz. Ebenso wichtig ist, dass Mitarbeitende einfacher zusammenarbeiten können, weniger Zeit mit administrativen Aufgaben verbringen und sich auf ihre eigentlichen Tätigkeiten konzentrieren können.
Eine Strategie für den digitalen Arbeitsplatz darf sich deshalb nicht auf die technische Einführung von KI beschränken. Entscheidend ist, welche Anwendungen im Arbeitsalltag tatsächlich Mehrwert schaffen und wie sie sich in bestehende Abläufe integrieren lassen, ohne zusätzliche Komplexität zu erzeugen. Mitarbeitende müssen dabei aktiv mitgenommen werden. Sie brauchen Orientierung darüber, wofür KI eingesetzt werden darf, welche Richtlinien gelten und an wen sie sich bei Unsicherheiten wenden können. Ohne diese Grundlage steigt das Risiko für Schatten-KI. Mitarbeitende nutzen frei verfügbare Tools, ohne dass die IT weiss, welche Informationen das Unternehmen dabei verlassen.
Wichtig ist ausserdem ein Rahmen, in dem Neues sicher ausprobiert werden kann. Geschützte Pilotumgebungen helfen, neue Anwendungen zunächst zu testen, bevor sie breit eingeführt werden. Integrierte Sicherheitsfunktionen, eine zentrale Verwaltung und klare, verbindliche Richtlinien geben den Mitarbeitenden zusätzlich Orientierung für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit KI.
Die IT wird vom Support zum strategischen Enabler
KI-PCs erweitern nicht nur das Geräteportfolio, sondern verändern auch die Aufgaben der IT. In Verbindung mit Programmen wie der HP Workforce Experience Platform lassen sich Geräteflotten heute datenbasiert überwachen. Probleme können erkannt und behoben werden, bevor sie den Geschäftsbetrieb unterbrechen. So wird aus reaktivem Support zunehmend ein proaktives Management des digitalen Arbeitsplatzes.
Sicherheit muss dabei über mehrere Ebenen hinweg gedacht werden, von der Hardware über das Betriebssystem bis zur Cloud-basierten Verwaltung. Integrierte Schutzmechanismen auf Hardwareebene sichern das Gerät bereits beim Start ab. Zentral verwaltete Richtlinien und automatisierte Kontrollen erleichtern die Einhaltung von Compliance-Vorgaben. Gleichzeitig reduzieren sie den Aufwand für Administration, Fehlerbehebung und den Umgang mit Sicherheitsvorfällen und können so die Gesamtbetriebskosten senken.
Die Ausstattung muss zum Bedarf passen
Eine moderne Arbeitsplatzstrategie legt auch fest, welche Geräte Mitarbeitende für ihre jeweilige Funktion tatsächlich benötigen. Nicht jede Person braucht dieselbe Konfiguration, und das Prinzip, dass neue Mitarbeitende automatisch die neueste und leistungsstärkste Hardware erhalten, verliert an Bedeutung. Intelligentes Flottenmanagement bedeutet, Geräte schneller bereitzustellen, zentral zu verwalten und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg gezielt einzusetzen. Geräte können weiterverwendet, neu zugewiesen oder zum richtigen Zeitpunkt ersetzt werden, ohne dass ungenutzte Hardware im Keller landet.
Gleichzeitig unterstützt ein professionelles Lifecycle-Management sowohl wirtschaftliche als auch nachhaltige Unternehmensziele. Geräte bleiben länger produktiv im Einsatz, werden gezielt weiterverwendet oder fachgerecht wiederaufbereitet. Dadurch lassen sich Investitionen besser nutzen, Ressourcen schonen und Elektroschrott reduzieren.
Modelle wie Device-as-a-Service unterstützen diesen Ansatz, weil sie Beschaffung, Betrieb, Verwaltung und Wiederverwertung in einen planbaren Rahmen bringen. Gerade in einem Umfeld, in dem Speicherkomponenten knapper und teurer werden, gewinnt diese Form der Planung zusätzlich an Bedeutung.
Eine Führungsaufgabe, keine IT-Frage
Der digitale Arbeitsplatz ist heute weit mehr als eine IT-Frage. Er beeinflusst Produktivität, Zusammenarbeit, Sicherheit und letztlich auch die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Deshalb gehört seine Gestaltung nicht allein in die IT-Abteilung, sondern auf die Agenda der Geschäftsleitung. Unternehmen, die Technologie, Arbeitsmodelle und die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden ganzheitlich zusammendenken, schaffen die Voraussetzungen, um neue Technologien sicher und mit echtem Nutzen in den Arbeitsalltag zu integrieren.