Amazon hat Umsatz und Gewinn im vergangenen Quartal dank seines Handelsgeschäfts und der Cloud-Sparte deutlich gesteigert. Die Erlöse wuchsen im Jahresvergleich um 13% auf 143,1 Milliarden US-Dollar, wie Amazon nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Unterm Strich sprang der Gewinn von 2,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 9,9 Milliarden Dollar hoch.
Bei der Cloud-Tochter AWS stieg der Umsatz um 12% auf 23,1 Milliarden Dollar. Das entsprach in etwa den Erwartungen der Analysten, auch wenn einige von ihnen angesichts des Booms bei Künstlicher Intelligenz mehr erwartet hatten. Zugleich steigerte AWS das operative Ergebnis deutlich von 5,4 auf 7 Milliarden Dollar. Das war deutlich mehr als am Markt erwartet. Amazon steht im Cloud-Markt im Konkurrenzkampf mit Microsoft und Google.
Diese haben
jüngst ebenfalls ihre Zahlen publiziert: Der Umsatz bei Microsofts Cloud-Plattform Azure kletterte um 29% auf 24,3 Milliarden Dollar, Google legte in diesem Bereich um 22% auf insgesamt 8,4 Milliarden zu. Die Zahlen sind aber nicht 1:1 zu vergleichen, weil die Konzerne verschiedene Angebote in der Kategorie einordnen.
Boom nach Sparmassnahmen
Amazon-Chef Andy Jassy betonte in einer Telefonkonferenz mit Analysten die Fortschritte von AWS, auch wenn einige Unternehmen Geld sparen wollten. Man habe mehrere neue Kundenverträge abgeschlossen, die seit diesem Monat greifen würden. Der Boom bei Software mit Künstlicher Intelligenz werde auch die Nachfrage nach Cloud-Diensten beflügeln, zeigte sich Jassy überzeugt.
Jassy hatte die Kosten stark gesenkt, er hatte den Abbau vom insgesamt 27'000 Stellen veranlasst. Zugleich wurde neben dem Cloud- auch das Werbegeschäft ausgebaut. Amazon wolle ein starker Player bei generativer KI werden, betonte Jassy. So bietet Amazon Händlern seit kurzem testweise an, Bilder ihrer Produkte in verschiedenen Umgebungen von KI-Software erstellen zu lassen. KI-Technologien könnten AWS über die Jahre Dutzende Milliarden Dollar Umsatz zusätzlichen einbringen..