Praktisch gleichzeitig präsentieren Microsoft und Alphabet ihre Geschäftszahlen für das vergangene Quartal. Insbesondere beim Cloud-Geschäft zeigen sich Gemeinsamkeiten, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau.
Der Umsatz bei Microsofts Cloud-Plattform Azure kletterte um 29% auf 24,3 Milliarden Dollar, Google legte in diesem Bereich um 22% auf insgesamt 8,4 Milliarden zu. Microsofts Cloud-Umsatz ist also insgesamt 3-mal höher als jener von Google, dafür ist bei letzterem der Cloud-Anteil am Gesamtumsatz wesentlich tiefer.
Unbestrittener Marktführer im Cloud-Geschäft bleibt AWS
Insgesamt legte der Microsoft-Umsatz im vergangenen Vierteljahr um 13% auf 56,5 Milliarden Dollar zu – der Azure-Anteil beträgt also etwas weniger als die Hälfte. Der Gewinn im Ende September abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal stieg um 27% auf 22 Milliarden Dollar.
Bei Alphabet stieg der Umsatz im dritten Quartal um 11% auf rund 76,7 Milliarden Dollar, die Cloud trägt hier nur etwas weniger als 10% bei. Der Quartalsgewinn sprang unterdessen im Jahresvergleich um mehr als 40% auf knapp 19,7 Milliarden Dollar.
Public-Cloud-Marktführer bleibt indes AWS laut '
Statista' mit rund einem Drittel Anteil. Microsoft kontrolliert knapp ein Viertel des Markts, Google ungefähr 10%. Zuletzt
wies AWS einen Quartalsumsatz von 22,1 Milliarden Dollar aus. Auf den ersten Blick sieht das so aus, dass der Konzern mit weniger Umsatz mehr Kundschaft erreicht als Microsoft. Das zeigt, dass die Zahlen nicht eins zu eins vergleichbar sind. Es kommt darauf an, welche Umsätze die Konzerne in die Public-Cloud-Revenues reinrechnen und welche nicht.
(Mit Material von Keystone-sda)