Anthropic lockt mit Spitzenlöhnen in die Schweiz

15. April 2026 um 09:59
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Foto: Alexandra Dobrin / Unsplash

Der US-KI-Anbieter Anthropic treibt mit Gehältern weit über dem Schweizer Marktniveau seinen Ausbau in Zürich voran.

Der globale Wettbewerb um KI-Fachkräfte hat die Schweiz erreicht. Das US-Unternehmen Anthropic bietet für Positionen an seinem neuen Standort in Zürich Jahreslöhne von bis zu 680'000 Franken. Damit liegen die Saläre deutlich über dem branchenüblichen Niveau und sogar über den Bezügen von Mitgliedern des Bundesrats, wie zuerst der 'Tagesanzeiger' (Paywall) berichtete.
Laut der Stellenausschreibung von Anthropic bewegt sich die Lohnspanne für KI-Ingenieure und -Forscher zwischen 280'000 und 680'000 Franken. Vergleichsweise beträgt der durchschnittliche Jahreslohn für KI-Ingenieure in der Schweiz gemäss Swissdevjobs rund 113'600 Franken.
Mit dem Aufbau eines dritten Standorts in Zürich positioniert sich Anthropic gezielt in einem Umfeld mit hoher Talentdichte. Hochschulen wie die ETH Zürich gelten international als wichtige Rekrutierungsbasis für KI-Spezialisten. Die hohen Gehälter sind Ausdruck eines globalen Trends, bei dem grosse Tech-Konzerne in den USA teilweise Vergütungspakete in zweistelliger Millionenhöhe bieten, um Spitzenkräfte zu gewinnen. Lokale Projekte und öffentliche Institutionen dürften bei den Löhnen kaum mithalten können.

Wachstumspläne und Milliardenbewertung

Parallel zur Expansion in Europa arbeitet Anthropic offenbar an weiteren Finanzierungsschritten. Laut der Nachrichtenagentur 'Bloomberg' (Paywall) hat das Unternehmen Investorenangebote erhalten, die eine Bewertung von bis zu 800 Milliarden Dollar oder mehr implizieren könnten. Damit würde sich der Unternehmenswert im Vergleich zu einer Finanzierungsrunde Anfang 2026 mehr als verdoppeln. Die Gespräche befänden sich jedoch noch in einem frühen Stadium, und ein Abschluss sei nicht garantiert, schreibt 'Bloomberg'.
Strategisch baut Anthropic zudem seine Aktivitäten im Gesundheitssektor aus. Laut 'Wall Street Journal' (Paywall) wurde Vas Narasimhan, CEO des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, in den Verwaltungsrat berufen. Die Personalie gelte als Signal für die wachsende Bedeutung des Life-Sciences-Bereichs.

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