Arm beantragt Börsengang in New York

22. August 2023 um 09:12
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Foto: Brian Kstiouk / Unsplah

Softbank will aber weiterhin die Mehrheit der Aktien des britischen Chipdesign-Unternehmens behalten.

Der Chipdesigner Arm, dessen Technologie in praktisch allen Smartphones steckt, hat seinen Börsengang offiziell gemacht. Das zum japanischen Technologiekonzern Softbank gehörende Unternehmen hat einen Börsenprospekt veröffentlicht und will an der Nasdaq gelistet werden.
Softbank hatte die britische Firma Arm 2016 für 32 Milliarden Dollar gekauft und von der Börse genommen. Ein Verkauf an den Chipkonzern Nvidia scheiterte im vergangenen Jahr an Bedenken von Wettbewerbshütern und Arm-Kunden. Danach wurde der Börsengang beschlossen. Softbank will auch nach der Aktienplatzierung die Mehrheit am Unternehmen behalten.
Zum Volumen und Preis der Arm-Aktienplatzierung gab es in dem Dokument zunächst keine Angaben. Es wird aber erwartet, dass es der grösste Börsengang des Jahres in den USA wird.
Im Börsenprospekt steht unter anderem, dass das Arm-Geschäft stabile Gewinne abwirft. Im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Chipdesigner 524 Millionen Dollar Gewinn bei rund 2,68 Milliarden Dollar Umsatz. Im Geschäftsjahr davor waren es 549 Millionen Dollar Gewinn bei Erlösen von rund 2,7 Milliarden Dollar.
Auf Basis der von Arm entworfenen Chiparchitekturen entwickeln unter anderem Apple und Samsung die Prozessoren für ihre Smartphones. Auch der Halbleiterkonzern Qualcomm, mit dessen Chips viele Android-Telefone laufen, greift darauf zurück. Die Firmen zahlen Abgaben an Arm für die Verwendung der Architekturen.

China-Geschäft wichtig

Bei den Risiko-Faktoren widmete Arm dem Geschäft in China viel Platz. Aus dem weltgrössten Smartphone-Markt kam im vergangenen Jahr ein Viertel der Arm-Erlöse. Die Lizenzen für Arms Chipdesigns werden dort von der Firma Arm China verkauft, an der chinesische Investoren die Mehrheit von 52% halten.
Arm gehören lediglich 10% an der Softbank-Tochter, die den Rest der Anteile kontrolliert. Risiken für das Geschäft sieht Arm sowohl in dieser Struktur als auch durch den Technologie-Wettstreit zwischen Peking und Washington. Einige leistungsstarke Arm-Chips sind bereits von US-Beschränkungen für Exporte nach China betroffen.

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