Kundinnen und Kunden des französischen Cloud-Anbieters OVHcloud müssen ab dem 1. September mit zum Teil massiven Preiserhöhungen rechnen. Dies kündigte OVH-CEO Octave Klaba auf X an. "Im Juli und August haben wir die neuesten Informationen zu den Preisen für RAM und Festplatten für das dritte Quartal 2026 erhalten", schrieb Klaba.
Damit könne das Unternehmen nun die preislichen Auswirkungen für neue Bestellungen in der Public Cloud und im Bare-Metal-Bereich sowie für einen Teil der bereits in Betrieb befindlichen Hardware auf Basis der neuesten DDR5-RAM-Generation einschätzen.
Klaba erklärte, dass sich der Preis, den OVH für Arbeitsspeicher zahlt, im Zeitraum bis Juni versechsfacht habe und bis September auf das Neunfache steige. Für 2027 erwartet er einen weiteren Anstieg. Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur wirke sich zunehmend auch auf Standard-Serverhardware aus. OVHcloud müsse einen Teil dieser höheren Kosten an die Kundschaft weitergeben.
In seinem
Post auf X erläuterte der OVH-Gründer die geplanten Preisanstiege. Während einige Angebote unverändert blieben, soll die Preiserhöhung für die Servergeneration 2024 durchschnittlich 28% betragen, für die Generation 2026 durchschnittlich 51% und für die Servergeneration 2026 satte 87%. Für die Public Cloud belässt das Unternehmen den Rechenpreis unverändert, ändert aber das Preismodell. Weitere Details sollen in Kürze folgen.
Man bleibe trotzdem bei Bare-Metal-Servern und in der Public Cloud der günstigste europäische Anbieter auf dem Markt, versprach Klaba. "Für einen Anbieter wie OVHcloud ist es sehr frustrierend, die Preise zu erhöhen, da wir enorme Anstrengungen unternehmen, um preislich so wettbewerbsfähig wie möglich zu sein. Doch die globale Lage zwingt uns zu einer sehr strengen Disziplin, um – ganz einfach gesagt – weiterhin neue Bestellungen ausführen zu können", so der CEO. Das Unternehmen gehe davon aus, dass diese Situation bis 2028 andauern werde und hoffe auf "eine Rückkehr zur Normalität" im Jahr 2029.