An seiner Hausmesse in Barcelona hat Atlassian eine Reihe von Neuerungen für seine Software-Tools präsentiert. Unter anderem wird der KI-Assistent Rovo allgemein verfügbar, und für Jira gibt es einen neuen Anstrich und zusätzliche Funktionen.
Mit dem "neuen Jira", so Atlassian, biete man Teams die Möglichkeit, ihre Arbeitsumgebung flexibler zu gestalten. Die anpassbare Seitenleiste und Navigation sowie eine KI-gestützte Suche sollen es einfacher machen, Informationen aus einem Team oder dem ganzen Unternehmen wiederzufinden. Die Leiste lasse sich personalisieren, um wichtige Projekte hervorzuheben oder Arbeiten, die nicht mehr benötigt werden, zu verbergen.
Nicht jede Aufgabe ist ein "Issue"
Weil sich die Nutzerbasis von Jira deutlich erweitert habe, bemühe man sich, Jira für alle Arten von Teams anwenderfreundlicher zu gestalten, heisst es vom Anbieter. Nicht alles, an dem ein Team arbeite, sei ein Problem, deshalb werde "Issue" als Standardname entfernt. Künftig könne jeder selber wählen, wie ein Arbeitsschritt benannt werden soll – beispielsweise Aufgabe oder Launch.
Neu hat laut der Mitteilung auch die Zielverfolgung einen festen Platz gefunden. In den "Goals" werde sie als Liste, Zeitleiste, Kalender oder Problemansicht angezeigt. Künftig sollen zudem wiederverwendbare Projektvorlagen mit vorkonfigurierten Workflows, Automatisierungen oder Berechtigungen erstellt werden können. Damit könnten die Arbeitsschritte bei beispielsweise Marketing-Kampagnen oder Onboarding-Prozessen standardisiert werden.
KI-Helfer Rovo ist verfügbar
Rovo wurde von Atlassian im Mai für Beta-User vorgestellt, jetzt ist das KI-Tool allgemein verfügbar. Atlassian beschreibt Rovo als ein Teammitglied, das bei der täglichen Arbeit helfen soll. Über einen Chatbot liessen sich etwa Fragen zum Stand von Projekten, Tasks und anderem stellen. Dazu soll es auch spezialisierte KI-Agenten geben, die spezifische Aufgaben übernehmen können.
Das Werkzeug ermöglicht laut der Mitteilung eine Suche über verschiedene SaaS-Anwendungen hinweg. Dazu gibt es Verbindungen zu Slack, Microsoft Teams und Sharepoint, Google Drive und Github. Bis Ende Jahr sollen noch 80 weitere Konnektoren hinzukommen.