Auch der Papst beschäftigt sich mit Künstlicher Intelligenz

9. August 2023 um 12:14
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Foto: Ashwin Vaswani / Unsplash

Der Vatikan warnt vor Gewalt und Diskriminierung als Risiken von KI. Papst Franziskus macht "Künstliche Intelligenz und Frieden" zum Thema des Weltfriedenstages 2024.

Diskussionen rund um das Thema Künstliche Intelligenz sind allgegenwärtig und haben auch den Vatikan erreicht. Papst Franziskus hat ein Communiqué veröffentlicht, in dem er die Botschaft zum Weltfriedenstag 2024 ankündigt: "Künstliche Intelligenz und Frieden".
Die bemerkenswerten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz hätten einen schnell wachsenden Einfluss auf das menschliche Handeln, das persönliche und soziale Leben, die Politik und die Wirtschaft, so das Communiqué. Papst Franziskus ruft deshalb zu einem "offenen Dialog" über die Bedeutung der neuen Technologien auf.
Die Gesellschaft müsse wachsam sein, sodass "eine Logik der Gewalt und der Diskriminierung" keine Wurzeln schlagen könne. Es handle sich dabei um Risiken, die insbesondere die Schwächsten einer Gesellschaft betreffen. Weiter betont der Vatikan, dass das Konzept und die Nutzung von KI verantwortungsvoll gestaltet werden müssen. Dazu müsse auch der Bildungs- und Rechtsbereich einbezogen werden.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Vatikan öffentlich mit dem Thema KI auseinandersetzt. Vor wenigen Wochen publizierte er ein Handbuch über Ethik und KI. Der Leitfaden ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen Franziskus und dem Markkula Center for Applied Ethics der Santa Clara University. Gemeinsam haben sie zudem das Institute for Technology, Ethics, and Culture (ITEC) gegründet.
Erstes Produkt des ITEC ist dieses Handbuch. Es richtet sich an Unternehmen, die sich bereits mit dem Thema auseinandersetzen. Generell plädiere das Buch dafür, dass Produkte oder Services von Anfang an mit Werten ausgestattet werden, die sich an einer Reihe von Grundsätzen orientieren, anstatt Probleme im Nachhinein zu beheben.
Der Leitfaden bleibt eher vage und beinhaltet Grundsätze, auf die sich Wissenschaft, Politik und Technologie-Anbieter geeinigt haben. Handeln müsse dem Gemeinwohl der Menschheit und der Umwelt dienen, heisst es beispielsweise. Weitere Grundsätze sind die Achtung der Menschenwürde, Rechenschaftspflicht, Privatsphäre, Transparenz und Erklärbarkeit.

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