Auch Kanton Glarus führt digitales Behördenportal ein

8. Februar 2023 um 10:27
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Foto: Gemeinde Glarus Nord

Das Portal soll Dienstleistungen des Kantons und der Gemeinden zugänglich machen.

Der Kanton Glarus setzt auf E-Government und führt ab 2024 ein digitales Behördenportal ein. Dieses soll als elektronische Eingangspforte Zugang zu Dienstleistungen des Kantons und der Gemeinden bieten.
Bei der Technologie habe sich der Regierungsrat für ein System entschieden, das sich bereits in anderen Kantonen bewährt habe, teilt die Glarner Staatskanzlei mit.
Das iGovPortal wird bereits von 8 Kantonen genutzt, darunter St. Gallen, Graubünden, Luzern und Wallis. Glarus tritt nun dem Trägerverein bei, was zur Nutzung dieser interkantonalen E-Government-Plattform berechtigt. Dafür zahlt der Kanton eine einmalige Beitrittsgebühr von 150'000 Franken und einen jährlichen Mitgliederbeitrag von 20'000 Franken.
Das digitale Behördenportal soll den Gang in die Verwaltungen für amtliche Geschäfte weitgehend ersetzen. Auf einfachem Weg sollen etwa Baugesuche oder Gesuche um individuelle Prämienverbilligung digital möglich sein.
Damit das Behördenportal umgesetzt werden kann, müssen technische Voraussetzungen auf verschiedenen Ebenen erfüllt sein. Neben dem eigentlichen Portal sind Basisdienste notwendig; wie eine sichere elektronische Identität (E-ID), digitale Signaturen, ein Login oder ein digitales Bezahlsystem. Zudem werden die konkreten Dienstleistungen von jedem Kanton nach seinen Verfahren und Fachanwendungen ausgearbeitet.
Die Umsetzung von Basisdiensten und die Integration von Dienstleistungen verursachen weitere Kosten von etwa einer Million Franken. Der Kanton budgetierte diese Gelder im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie.
Die Pläne für das Portal hatte der Kanton bereits letztes Jahr bekannt gegeben. Die Glarner Regierung hat sich im Oktober für die Legislatur 2023 bis 2026 ihre Ziele gesetzt. Schwerpunkte sind Digitalisierung, Nachhaltigkeit und der Kampf gegen den Klimawandel.
Neben der Behörde soll auch die Justiz digitaler werden. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Verfahrensbeteiligten und die Akteneinsicht sollen bis 2026 elektronisch über die zentrale Justizplattform Justitia.Swiss erfolgen. Dazu seien im Kanton gewisse Leistungen erforderlich, hiess es im Legislaturplan. Etwa müssten verschiedene Systeme harmonisiert und später in die neue Plattform integriert werden. Der Kanton rechnet dafür mit einem Aufwand von 1,5 Millionen Franken. Hinzu kommen wiederkehrende Kosten von 120'000 Franken.

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