Die Glarner Regierung hat sich für die Legislatur 2023 bis 2026 ihre Ziele gesetzt. Schwerpunkte sind Digitalisierung, Nachhaltigkeit und der Kampf gegen den Klimawandel. Zudem soll die Steuerbelastung im Kanton sinken.
Die Regierung will die digitale Transformation vorantreiben, wie der am Donnerstag publizierten Legislaturplanung zu entnehmen ist. Hauptmassnahme ist die Schaffung eines zentralen Behördenportals, das die wesentlichen Dienstleistungen von Kanton und Gemeinden zugänglich machen soll. Für dieses rechnet der Kanton einmalig mit Kosten von knapp 3 Millionen Franken sowie wiederkehrenden Ausgaben von 735'000 Franken.
Auch die Justiz soll digitaler werden. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Verfahrensbeteiligten und die Akteneinsicht sollen bis 2026 elektronisch über die zentrale
Justizplattform Justitia.Swiss erfolgen. Dazu seien im Kanton gewisse Leistungen erforderlich, heisst es im Legislaturplan. Etwa müssten verschiedene Systeme harmonisiert und später in die neue Plattform integriert werden. Der Kanton rechnet dafür mit einem Aufwand von 1,5 Millionen Franken. Hinzu kommen wiederkehrende Kosten von 120'000 Franken.
Zu den weiteren Legislaturzielen gehören Verbesserung des kantonalen Risikomanagements sowie eine verstärkte Ausbildung von Fachkräften. Dabei soll insbesondere auch der MINT-Bereich gefördert werden. Glarus will zudem ein Fördermodell etablieren, um innovative Vorhaben in der digitalen Transformation zu unterstützen.
Insgesamt rechnet der Kanton von 2023 bis 2026 mit Ausgaben von 4,8 Millionen Franken einmalig, um die digitale Transformation voranzutreiben. Der jährliche Aufwand beläuft sich laut Kalkulation auf 1,4 Millionen Franken.