Auch Salt stellt MMS-Dienst ein

9. Januar 2023 um 13:03
  • technologien
  • telco
  • salt
  • swisscom
  • sunrise
image
Illustration: Swisscom

Nach Swisscom stellt auch das Telekomunternehmen Salt seinen MMS-Dienst ein. Für das Versenden von Fotos und Videos über das Mobilfunknetz gibt es mittlerweile viel beliebtere Alternativen.

"Mit dem Aufkommen von Smartphones und Messenger Apps haben MMS immer mehr an Bedeutung eingebüsst. Aufgrund vieler Alternativen (iMessage, Message+, Whatsapp, Signal, Threema) und eines starken Nutzungsrückgangs werden die grössten Schweizer Telekommunikationsanbieter, einschliesslich Salt, den MMS-Dienst am 10. Januar 2023 einstellen", kündigte Salt auf seiner Website an.
Swisscom stellte den Dienst bereits ab Anfang März des vergangenen Jahres schrittweise und per Anfang 2023 ganz ein. Seit 2013, als laut der Sprecherin auf dem Swisscom-Netz insgesamt 63 Millionen MMS-Nachrichten verschickt wurden, sei die Nutzung des Dienstes "stark rückläufig". Heutzutage verschicke die Kundschaft Dateien wie Fotos fast ausschliesslich über andere Dienste wie Messenger-Apps.

Sunrise zögert noch

Anders als man aufgrund der Salt-Mitteilung glauben könnte, wird Sunrise am 10. Januar seinen MMS-Service noch nicht einstellen. Laut Medienberichten hat Sunrise noch keinen Entscheid über eine Anschaltung getroffen: "Wir werden die Situation und die Bedürfnisse unserer Kunden in Bezug auf diesen Dienst beobachten und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt neu bewerten", sagte eine Sprecherin gegenüber den Westschweizer Zeitungen 'La Tribune de Genève' und '24 Heures'.
MMS wurden Anfang der 2000er Jahre eingeführt und schon bald rege benutzt. Damals boomte diese Art von Multimedia-SMS und die Betreiber und Medien veröffentlichten regelmässig Statistiken über die Anzahl der Nachrichten, die auf diese Weise über die Netze verschickt wurden.

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Schweizerisches Nationalmuseum gibt Einblick in Digitalprojekte

Das Nationalmuseum hat einen neuen Leiter für Digitale Transformation ernannt. Die Institution erläutert den Stand ihrer Digitalisierung.

publiziert am 12.6.2026
image

KI-Rechenzentren kosten Strom, Wasser und Fläche

Bis 2030 soll der Wasserverbrauch von KI dem jährlichen Bedarf von 1,3 Milliarden Menschen entsprechen. Laut einem Bericht ist der KI-Fussabdruck falsch gemessen.

publiziert am 11.6.2026
image

Euro-Office veröffentlicht und schon in der Kritik

Die quelloffene Bürosoftware eines europäischen Entwicklerkonsortiums wird unter anderem von Ionos und Nextcloud bereitgestellt. Sie hat allerdings noch einen Makel.

publiziert am 10.6.2026
image

Kommando Cyber veröffentlicht Analysesoftware

Grosse Dokumentenarchive will die Schweizer Armee mit einer speziellen Software beherrschen können. Die Lösung "Loom" funktioniert dabei vollkommen autark.

publiziert am 8.6.2026