Bacs rapportiert stark steigende Kosten

17. Februar 2026 um 15:26
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Le Chat.

Im Jahr 2025 stiegen nicht nur die Ausgaben des Bacs, sondern auch die Anzahl Meldungen bei Cybersicherheitsvorfällen. Das zusätzliche Budget im Jahr 2026 soll die Haupttätigkeiten und Meldepflicht konsolidieren.

Das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) zieht für das Jahr 2025 Bilanz. In seinem Jahresbericht betitelt das Bacs 2025 als Jahr der Konsolidierung nach einer Aufbauphase zentraler Prozesse.
Einleitend erwähnt der Bericht die wichtigsten Kennzahlen. Bei den Meldungen von Cybervorfällen nennt das Bacs 64'733 freiwillige Meldungen (+3% im Vergleich zum Vorjahr) und 525 Meldungen von Schwachstellen durch ethische Hacker (+41% im Vergleich zum Vorjahr). Hinzu kommen 222 Meldungen im Rahmen der 2025 eingeführten Meldepflicht für kritische Infrastrukturen. Ausserdem erhielt das Bacs 2'347'618 Meldungen zu mit Schadsoftware infizierten Geräten, was eine Verdoppelung zum Vorjahr bedeutet.
Im Jahr 2025 beliefen sich die Ausgaben auf 18,4 Millionen Franken, was einem Anstieg von 38% entspricht. Von den 18,4 Millionen entfielen rund 70% auf den Personalaufwand (71 Mitarbeitende) und 30% auf Sach- und Betriebsaufgaben. Von diesen wiederum wurden 70% (5,4 Millionen) für Informatik aufgewendet.

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Grafik: Bacs

Für die steigenden Ausgaben stehen dem Bacs ab diesem Jahr zusätzliche 10 Millionen zur Verfügung. Florian Schütz, Direktor des Bacs, sieht dies als ein "starkes Zeichen des Vertrauens in unsere Arbeit". Prioritär will das Bacs diese Mittel für die Aufgaben rund um die Meldepflicht verwenden. Dafür soll auch zusätzliches Personal eingestellt werden.

Haupttätigkeiten des Bacs

Im Jahresbericht führt das Bacs seine vier zentralen Tätigkeiten mit Erfolgsbeispielen aus:
  1. Cyberbedrohungen verständlich kommunizieren: In diesem Bereich verweist das Bacs auf die Erstellung von Notfallkonzepten für Gemeinden.
  2. Mittel zur Verhinderung von Cyberbedrohungen bereitstellen: Hier wird der Informationsaustausch zwischen dem Bacs und Betreibenden kritischer Infrastrukturen über den Cyber Security Hub hervorgehoben. Ebenfalls hat das Bacs im Rahmen des Programms Cyber Security Centres seine Zusammenarbeit mit dem Healthcare-CSC, dem Swiss Financial Sector CSC und dem Rail ISAC ausgebaut. Ziel dieser Partnerschaften sei es, branchen- und sektorspezifisches Fachwissen zu bündeln und mit dem BACS zu verknüpfen.
  3. Schäden von Cybervorfällen zu reduzieren: Im letzten Jahr kam die Web-Plattform von Alertswiss als zusätzlicher Kommunikationskanal hinzu. Hier übernahm das Bacs wie üblich bei Grossanlässen wie dem WEF, dem Eurovision Song Contest und der Frauenfussballmeisterschaft die Steuerung der Sicherheit.
  4. Sicherheit von digitalen Produkten und Dienstleistungen erhöhen: Hier führe das Bacs weiterhin das Bounty-Programm der Bundesverwaltung fort und teste die Sicherheit von Open Source Software in Pilotprojekten.
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