Basel-Stadt findet Firewall-Anbieter

30. Oktober 2024 um 11:11
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Foto: Karsten Füllhaas / Unsplash

Der Kanton beschafft die Firewall für seine neue Netzwerk- und Datacenter-Infrastruktur von Itris One. Die Kosten könnten sich auf bis zu 22 Millionen Franken belaufen.

Weil die Netzwerk- und Datacenter-Infrastruktur von Basel-Stadt das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat, investiert der Kanton derzeit viel Geld in die Erneuerung. Mit dem Projekt Infra21+ sollen die Basis­infra­strukturen in den Bereichen Rechenzentren, Netzwerk, Platt­formen und Firewall modernisiert werden.
Dazu hat der Kanton im August 2023 schon 5,3 Millionen Franken für das RZ an NorthC gesprochen. Im Juni 2024 wurde dann ein freihändiger Zuschlag im Bereich Netzwerk an Netcloud vergeben. Kostenpunkt: bis zu 67 Millionen Franken.
Während Netcloud für die Konzeption und den Betrieb des Netzwerks an den Verwaltungsstandorten und im Datacenter verantwortlich ist, stellt NorthC einen RZ-Standort ausserhalb des Kantons zur Verfügung.
Im Juli 2024 wurden dann weitere Aufträge im Bereich der Plattformen vergeben. Lake Solutions wurde ausgewählt, um die Server- und Storage-Plattform zu konzipieren und zu betreiben. Bechtle wird für die Virtualisierung sowie die Automationsplattform für den Betrieb von Applikationen zuständig sein.

Optionen für bis zu 22 Millionen Franken

Mit dem Bereich Firewall wurde jetzt auch ein Anbieter für den letzten offenen Posten gefunden. Wie aus einem Zuschlag auf der Beschaffungs­platt­form Simap hervorgeht, konnte sich Itris One aus Reinach gegen vier weitere Konkurrenten durchsetzen und einen Auftrag über maximal 22 Millionen Franken an Land ziehen.
Dabei ist die Vergabesumme nur ein "approximativer Schätzwert und keine vertragliche Zusicherung", wie das Finanzdepartement des Kantons Basel schreibt. So beträgt der Preis für den Grundauftrag lediglich etwas mehr als eine Million Franken und auch die wiederkehrenden Kosten halten sich mit 2,8 Millionen Franken eher in Grenzen.
Teuer werden könnte es allerdings, wenn der Kanton auf weitere Optionen zurückgreift. Dann könnten weitere 3,1 Millionen Franken an Projektkosten hinzukommen. Und auch bei den wiederkehrenden Kosten ist noch viel Luft nach oben. Hier könnten bis zu 13,3 Millionen Franken anfallen.
Mit dem Zuschlag ist Itris One jetzt für die Konzeption, Lieferung, Installation und Migration der kompletten Firewall-Plattform verantwortlich. Zudem übernimmt das Unternehmen während den nächsten fünf Jahren den Betrieb der Firewall-Plattform und die entsprechende Betriebsverantwortung.
Gemäss den Ausschreibungsunterlagen, die inside-it.ch vorliegen, umfasst die aktuelle Installation zehn physische Firewall-Gateways mit fast doppelt so vielen virtuellen Instanzen, die auf zwei Datacenter verteilt sind. Insgesamt werden damit rund 5500 Regeln verwaltet. Dabei sind drei getrennte Management-Instanzen in Betrieb, jedoch alle unter Kontrolle des Kantons Basel-Stadt.

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