Baselbieter KI-Supercomputer für Schweizer Daten

17. Juni 2026 um 11:55
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Foto: Phoeniqs

Der Hochleistungsrechner wurde vom Betreiber Phoeniqs gemeinsam mit den Lieferanten Dell, IBM und Nvidia entwickelt. Er verspricht Schweizer Datenhaltung für KI-Workloads.

Auf dem Campus Uptown Basel ist der leistungsfähigste kommerzielle KI-Supercomputer der Schweiz in Betrieb gegangen. Der neue Rechner in Arlesheim (BL) erlaube es, komplexe KI-Modelle, datenintensive Workloads und produktive KI-Anwendungen lokal zu betreiben, teilt der Betreiber Phoeniqs mit.
Der Supercomputer sei zusammen mit den Lieferanten Dell, IBM und Nvidia entwickelt worden. Er ist laut Mitteilung aktuell mit 192 Nvidia H100 GPUs ausgestattet. Für den Marktzugang ist Phoeniqs nach eigenen Angaben eine exklusive Partnerschaft mit Sunrise eingegangen. Der Rechner sei in das B2B-Netzwerk des Telekommunikationsunternehmens eingebunden.
Dem Betreiber zufolge bietet der neue Supercomputer Institutionen und Unternehmen in der Schweiz Zugang zu Hochleistungsrechenkapazitäten, die bislang nur über internationale Hyperscaler verfügbar waren. "Mit unserer KI-Infrastruktur schaffen wir die Grundlage, damit Unternehmen und öffentliche Institutionen leistungsfähige KI-Anwendungen in der Schweiz entwickeln und betreiben können – unter Einhaltung höchster Anforderungen an Datenschutz, digitale Souveränität und Sicherheit", sagt Phoeniqs-Gründer Thomas Taroni über die Besonderheit der Installation.

KI- und Quantencomputing

Der neue KI-Rechner befindet sich in guter Nachbarschaft. Auf dem Baselbieter Campus steht bereits der erste kommerziell nutzbare Quantencomputer der Schweiz. Arealentwickler Hans-Jörg Fankhauser will mit dem baulichen und energetischen Konzept von Uptown Basel einen Ort für den nachhaltigen Betrieb von Hochleistungscomputern geschaffen haben.
Für die Kühlung des KI-Supercomputers komme ein geschlossenes, wassergekühltes System zum Einsatz. Die Wärme werde direkt auf Rack-Ebene abgeführt, bevor sie sich im Raum ausbreiten kann. Die KI-Racks erzeugten im Betrieb Abwärme von rund 50 Grad Celsius. Diese Energie wird laut Mitteilung in Warmwasser umgewandelt, zur Beheizung des Areals genutzt und in den regionalen Wärmeverbund von Primeo eingespeist.

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