Quantencomputing: Uptown Basel will sich mit 433-Qubit profilieren

8. Dezember 2022 um 15:24
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Investor und Wirtschaftsanwalt Thomas Staehelin unterzeichnete am 29. September den Zusammenarbeitsvertrag mit IBM. Foto: Uptown Basel

Auf dem Areal des Innovationsprojekts sollen Firmen auf die Quanteninfrastruktur von IBM zugreifen können. Leiter wird Damir Bogdan.

Das Innovationsprojekt Uptown Basel hat heute auf seinem Areal in Arlesheim feierlich einen "Quantenhub" eröffnet – es soll der erste seiner Art in der Schweiz sein. Dank einer Partnerschaft mit IBM sollen Firmen dort ab Anfang 2023 via Cloud auf den 433-Qubit-Rechner Osprey zugreifen können. Als CEO von "Quantumbasel" wurde Damir Bogdan gewonnen, der zugleich als Technologie-Chef von Uptown Basel fungiert.
Um sein Quantenprojekt vorzustellen, reiste Bogdan nach Rüschlikon ins Research Zentrum von IBM, wo heute ein internationaler Pressetag stattgefunden hat. Dort erklärte Heike Riel, IBMs Quantenforschungsleiterin für Euoroa, die Fortschritte im Bereich: Schon die dreiteilige Architektur von Osprey, um alle Qubits zu kontrollieren, oder das mehrstufige Kühlverfahren, konnten interessierte Laien in Staunen versetzen.
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Physikerin Heike E. Riel präsentiert die Quantenroamap von IBM am Forschungsstandort Rüschlikon. Foto: ts
Darum wird man sich in Basel aber nicht kümmern müssen. Dort biete man stattdessen Zugang zur gesamten cloudbasierten Quanteninfrastruktur von IBM, aber auch Unterstützung für Firmen, warb Damir Bogdan. Ab Anfang 2023 sollen letztere vom Projekt Begleitung auf ihrem Weg in die Quantenwelt erhalten. Derzeit werde ein Team von 20 Quanten- & AI-Spezialisten, Datenanalysten, Wirtschaftsinformatikern, Technologie-Experten und Trainern aufgebaut, sagte der Quantumbasel-CEO, bevor er zur Eröffnung nach Arlesheim zurückreiste.
Mit Bogdan hat man dort eine bekannte Figur aus der IT-Szene gewonnen: Er war bis 2015 rund 8 Jahre lang CIO von Raiffeisen und gründete danach das auf Digitalisierungsfragen spezialisierte Beratungsunternehmen Actvide. Hinter Uptownbasel steht der Wirtschaftsanwalt Thomas Staehelin. Dessen Family Office investiert bis zu 500 Millionen Franken in das Projekt. Im Endausbau soll es laut den Promotoren 70'000 Quadratmeter umfassen.

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