IBM-Schweiz-Chefin erwartet Durchbruch bei Quantencomputing

5. Juni 2026 um 10:02
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Katharina Göppinger. Foto: IBM Schweiz / Martin Ramsauer

Katharina Göppinger sieht Fortschritte bei der Entwicklung von Quantencomputern. Schon 2029 könnte der Durchbruch gelingen und verschiedenste neue Anwendungen ermöglichen.

IBM-Schweiz-Chefin Katharina Göppinger sieht grosses Potenzial im Quantencomputing. Mit diesem könne man gewisse Probleme künftig sehr viel schneller lösen, sagte sie im Interview mit der Nachrichtenagentur 'AWP' am Rande des Swiss Economic Forum (SEF).
Sie nannte als Beispiele Bereiche wie die Materialforschung oder die Medizin, wo der Trend stark in Richtung personalisierte Medizin gehe, sowie Netzwerkoptimierung im Energiebereich oder bei Fluggesellschaften, die wegen der Kerosinknappheit die Logistik optimieren müssen. Quantentechnologie helfe "extrem", eine grosse Zahl an Parametern zu verarbeiten, wo klassische Computer an ihre Grenzen stossen würden.
"Wir erwarten bis 2029 den ersten fehlertoleranten Quantencomputer zur Marktreife zu bringen", sagte Göppinger auf die Frage, bis wann das Realität sein könnte. Damit wären dann die Voraussetzungen für skalierbares Quantencomputing geschaffen.
Die Technologie werde aber klassisches Computing nicht ersetzen, sondern ergänzen, ist Göppinger überzeugt. Das Schöne sei, in Zukunft mit allen Technologien nebeneinander arbeiten zu können und jeweils die Technologie einzusetzen, mit der sich ein Unternehmen so flexibel wie möglich aufstellen kann. Dies auch mit Blick auf sich rasch verändernde Marktbedingungen und Lieferketten.

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